Sie sind hier: Startseite Berlin Aktuell
Weitere Artikel
GfK-Konsumklimastudie

Schwache Konjunkturaussichten dämpfen Konsumklima weiterhin

Insbesondere die stark eingetrübten Konjunkturaussichten schwächen das Konsumklima im August weiter ab. Auch konnten die deutlich gesunkenen Rohölpreise dieVerbraucherstimmung nicht aufhellen. Die Anschaffungsneigung lässt daher erneut nach. Nur die Einkommenserwartung erholt sichnach dem Einbruch im Juli leicht.

Eingetrübte Konjunkturaussichten und die Erwartung zusätzlicher Preiserhöhungen belasteten im August weiterhin die Stimmung der Verbraucher. Während sich die Einkommenserwartung leicht von ihrem deutlichen Rückgang im Vormonat erholt hat, erlitt die Konjunkturerwartung erneut einen starken Dämpfer. Auch die Anschaffungsneigung, die sich im historischen Vergleich seit vielen Monaten auf weit unterdurchschnittlichem Niveau bewegt, musste  wiederholt leichte Einbußen hinnehmen.

Konjunkturerwartung: deutlicher Rückgang

Nachdem die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal 2008 erstmals seit rund vier Jahren ein leicht negatives Wirtschaftswachstum zu verzeichnen hatte, zeigt sich bei den Verbrauchern zunehmender Konjunkturpessimismus. Zu den Wachstumsängsten tragen neben niedrigeren Auftragseingängen und sinkenden Konjunkturindikatoren weiterhin die negativen Schlagzeilen zur Finanzmarktkrise bei, die noch nicht überwunden scheint.

Einkommenserwartung: leicht erholt

Trotz der deutlichen Rückgänge bei den Rohölpreisen betrachten die Konsumentendie Entwicklung der Kaufkraft weiter pessimistisch. Der Indikator zur Einkommenserwartung liegt im August bei minus 16,8 Punkten. Im Vergleichzum Juli bedeutet dies eine leichte Erholung um 3,2 Zähler. Im langfristigen Vergleich bewegt sich der Indikator weiterhin auf unterdurchschnittlichem Niveau.

Die zuletzt gemeldeten Entwicklungen bei den Erzeuger- und Großhandelspreisenlassen eine auf mittlere Sicht weiterhin hohe Inflationsrate erwarten. Auch bei den Energiepreisen ist keine wirkliche Entlastung in Sicht. Zwar sind die Rohölpreise gesunken, doch steht den Verbrauchern im Herbst 2008 eine angekündigte drastische Erhöhungsrunde bei den Gaspreisen bevor. Die eigentlich überdurchschnittlichen nominalen Lohn - und Gehaltszuwächse in diesem Jahr werden deshalb voraussichtlich vollständig durch Preissteigerungen überschattet. Der nach wie vor robuste Arbeitsmarkt tritt angesichts der Inflationsentwicklung in der Wahrnehmung der Konsumenten in den Hintergrund.

Anschaffungsneigung: durch Inflation gedämpft

Die Anschaffungsneigung befindet sich weiter auf Talfahrt. Der Indikator büßt im August 1,7 Zähler ein und liegt nun bei minus 27,9 Punkten. Die Inflation steht derzeit auf breiter Basis. Nicht nur die hohen Energiepreise senken die Kaufkraft der Verbraucher. Die zuletzt stark gestiegenen Preise der Erzeuger und im Großhandel lassen auch für die Preisentwicklung bei anderen Gütern des täglichen Bedarfs kaum auf Entlastung hoffen. Folglich wird trotz deutlicher nominaler Einkommenszuwächse das real für den Konsum zur Verfügung stehende Einkommen in diesem Jahr aufgrund der Inflation kaum zunehmen. Somit verspüren die Konsumenten derzeit wenig Lust auf größere Anschaffungen.

Konsumklima: getrübt durch schwache Konjunktur

Das Konsumklima gibt weiter nach. Neben den anhaltenden Preissteigerungen für Energie und Güter des täglichen Bedarfs ist es insbesondere die Erwartung einer schwächeren Konjunkturentwicklung, die für eine gedämpfte Konsumstimmung sorgt. 

(Redaktion)


 


 

Konjunkturaussichten
Klima
Konjuktur
Gfk
Berlin
Verbraucher
Einkommen
Anschaffungen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Konjunkturaussichten" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: