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  • 03.02.2017, 11:40 Uhr
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SEMINARE & COACHING

Faktor Mensch im Digitalisierungsprozess: Umgang mit dem „Neulandreflex“ bei Veränderung.

Wie kann nachhaltige Kommunikation und Wissen rund um Leistung und Gesundheit in Zeiten großer Veränderungen wichtige Wirtschaftsfaktoren positiv beeinflussen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Brainjoin Akademie.

Die Brainjoin Gruppe zeigt mit der Kampagne „Faktor Mensch“ praktische Konzepte auf und ermöglicht ab Februar nun auch für den Großraum Köln den persönlichen Austausch für Unternehmen und Behörden. Was sich dahinter verbirgt? 

Business On im Gespräch mit Horst Kraemer, Leiter der BrainjoinGruppe und Pionier der Stressforschung.

Er beschreibt es so: „Die Anforderungen der Digitalisierung mit den Geschäftsmodellen  4.0 und ihren notwendigen Change Prozessen fordern hohe Flexibilität von Menschen, die sich auf das Neue, bisher noch nie Dagewesene einlassen und dies gestalten müssen. In der Neurobiologie sprechen wir vom „Neulandreflex“: In das unbekannte Land wagen löst immer innere, archaische Prozesse aus, um sich nicht schutzlos in eine womöglich gefährliche Welt zu begeben. Also eine von der Natur angelegte innere „Risikoeinstellung“.  Dieser neurobiologische Faktor entscheidet über eine pessimistische oder eine optimistische Haltung zu bevorstehenden Veränderungen. Von diesem menschlichen Faktor hängt jede Kommunikation und jedes Gelingen und die zwischenmenschliche Zusammenarbeit bei Veränderungsprozessen ab.

So ist es bei sich rasant ändernden Märkten und Bedingungen zwingend, vorausschauend und klug mit den Mitarbeitern als die wichtigste Unternehmensressource umzugehen, um im Wettbewerb zu bestehen. Dabei ist es möglich die gesetzlichen Vorgaben für die Gefährdungsanalyse körperlicher und psychischer Gesundheit im Unternehmen zu nutzen und in  Weiterbildungen zur Gesundheitsprävention neurosystemisches Wissen zu vermitteln. Dazu gehört beim Aufbau dieser Kompetenz auch der Umgang mit dem biologischen „Neulandreflex“ - mit den Wechselwirkungen auf Kommunikation, Leistung und Gesundheit. Dabei sollte Verständnis über die Auswirkungen von Stress und Extrembelastung genauso selbstverständlich sein, wie das Training von effektiven Tools, damit der positive Umgang mit Veränderung in Unternehmen und Gesellschaft nicht mehr dem Zufall überlassen bleibt.

Business On: Wie kann Gesundheitskompetenz erzielt werden, wenn die Begriffe  Gesundheit und Prävention mittlerweile mit so vielen Deutungen genutzt werden?

Horst Kraemer: Das Wissen über mentale Fitness, Vorteile durch regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung, negative und positive Stressoren, wird in üblichen Programmen nicht mit den neurosystemischen Erkenntnissenkombiniert. Von daher fehlt die wichtige Kombination von Kommunikationsverhalten, Bedürfnissen und Persönlichkeitsveränderungen unter Stress der verschiedenen Persönlichkeiten und die Auswirkung auf das Immunsystem als Grundlage jeder Gesundheit.

Prävention bleibt auf der Appell-Ebene und wirkt eher abschreckend. Als Pioniere der Stressforschung sind wir mittlerweile dort angekommen, wo es möglich ist, auf das Immunsystem einzuwirken und den Menschen eine spürbare und nachhaltige Veränderung des Gesundheitsverhaltens, der Kommunikation und dem Umgang mit Symptomen zu erreichen. 

Wenn das Wissen der Neuroimmunbiologie genutzt und in Programme integriert wird, entstehen überzeugende Ergebnisse. Personalverantwortliche und Führungskräfte, die aufgrund fehlender und nachweisbarer Ergebnisse Präventionsinvestitionen eher kritisch gegenüber standen, werden so überzeugt und freuen sich über einen nachhaltigen Return on Investment.

Business On: Sie haben viele Studien zu Derailment durchgeführt, was ist dabei besondersauffällig?

Horst Kraemer: Die Fehleinschätzungen bei der Entgleisung von Mitarbeitern sind massiv. Leistung, Gesundheit und Derailment (das Scheitern und der Bruch von Karrieren)  hängen immer zusammen. Derailment findet statt, nachdem sich vorhandene Kompetenzen und Ressourcen immer weniger bis gar nicht mehr abrufen lassen. Ein körperlicher und mentaler Prozess mit gleichzeitiger Auswirkung auf Verhalten, Arbeitsergebnis und die Mitwelt der Person. Der Schaden, der hier oft ohne Erkenntnis der Zusammenhänge angerichtet wird, ist enorm. Betrachtet man gescheiterte Projekte und Unternehmenskatastrophen rückwirkend, entdeckt man, mit der neurosystemischen Brille analysiert, immer die Eskalation von durch Stress verblendeter Fehleinschätzung, Entgleisen einzelner Personen und das Scheitern von Projekten.

Faktor Mensch ist ein Programm für Firmen und Selbstständige. Dabei wird   die Wechselwirkung zwischen Digitalisierungsansprüchen, Wachstum und leistungsfähigen Mitarbeitern thematisiert.

Die Seminare und Inhouse Veranstaltungen sowie Kooperationen mit Behörden, und Verbänden werden  individuell durchgeführt.Auch Firmen, welche Analysen nach den gesetzlichen Vorschriften planen, können sich gezielt beraten lassen.

Brainjoin steht für eine stetige Weiterentwicklung der Stressfolgeprävention einschließlich der Risiko-Früherkennung. Individuelle und flexible Coaching- und Trainingskonzepte werden mit der wissenschaftlichen Methode Neuroimagination® kombiniert. Begleitend zur Praxis findet eine intensive Forschungsarbeit statt die aktuelle neurowissenschaftliche Erkenntnisse für alle Praxisaufgaben nutzbar macht.

>>>>>Weitere Termine zu Workshops, Seminaren und Weiterbildungen im Überblick

(Redaktion)


 

 

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