Sie sind hier: Startseite Berlin Aktuell
Weitere Artikel
ifo-Präsident Hans-Werner Sinn

Stellungnahme zum Juden-Manager-Vergleich in einem offenen Brief

Anlässlich der aktuellen Berichterstattung nimmt ifo-Präsident Hans-Werner Sinn in einem offenen Brief Stellung zu seinem Interview im Tagesspiegel (heutige Ausgabe).

Sehr geehrte Frau Präsidentin,
liebe Frau Knobloch,


ich bedauere es sehr, dass sich die jüdische Gemeinschaft durch meine Äußerungen im Tagesspiegel vom 27. Oktober 2008 verletzt fühlt. Ich habe das Schicksal der Juden nach 1933 in keiner Weise mit der heutigen Situation der Manager vergleichen wollen. Ein solcher Vergleich wäre absurd. Mir ging es allein darum, Verständnis dafür zu wecken, dass die wirklichen Ursachen weltwirtschaftlicher Krisen Systemfehler sind, die aufgedeckt und beseitigt werden müssen. Die Suche nach vermeintlichen Schuldigen führt stets in die Irre.

Die tiefe persönliche Freundschaft mit vielen jüdischen Kollegen auf dieser Welt und meine Scham und mein Entsetzen gegenüber dem, was den Juden von Deutschen angetan wurde, haben mein Leben geprägt. Sie sind unveränderbar. Ich bitte die jüdische Gemeinde um Entschuldigung und nehme den Vergleich zurück.

Mit freundlichem Gruß

Hans-Werner Sinn

(Redaktion)


 

 

ifo-Präsident
Hans-Werner Sinn
Manager
Juden
Vergleich
Finanzkrise
Sündenbock
Zentralrat der Juden

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "ifo-Präsident" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: