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  • 29.07.2016, 14:07 Uhr
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  • Berlin
STIFTUNG WARENTEST

Natürliches Mineralwasser nicht besser als Leitungswasser: Berliner können aus dem Hahn trinken

Im großen Wasser­check hat Stiftung Warentest aus Berlin 30 stille Mineralwässer und Trinkwasser aus 28 deutschen Städten und Gemeinden untersucht. Berliner Leitungswasser hat gute Qualität.

Am Hahn zapfen statt Flaschen schleppen: Mineralwasser ist nicht besser als Leitungswasser und überbewertet. Vor allem Mineralstoffe im Mineralwasser sind ein Mythos. Ein Liter Leitungswasser kostet rund einen halben Cent, das teuerste Mineralwasser im Test 70 Cent pro Liter. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Stiftung Warentest, die für die August-Ausgabe ihrer Zeitschrift test Trinkwasser aus 28 Städten und Gemeinden sowie 30 stille natürliche Mineralwässer getestet hat. Veröffentlicht sind die Ergebnisse auch unterwww.test.de/wassercheck.

Leitungswasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland und hat eine gute Qualität. Alle Proben entsprachen der strengen Trinkwasserverordnung. Die Hightech-Analysemethoden offenbaren zwar Spuren von Chemikalien, die Konzentrationen sind aber gesundheitlich unbedenklich. „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, sagte der Vorstand der Stiftung Warentest, Hubertus Primus, bei der Vorstellung der Ergebnisse in Berlin.

Beim Test von stillen Mineralwässern enthält fast jedes zweite wenig Mineralstoffe, nur 8 der 30 Wässer enthalten mehr Mineralstoffe als das mineralstoffreichste Trinkwasser im Test. 6 der stillen Wässer enthalten so viele Keime, dass sie für Immunschwache riskant sein können. Für Gesunde sind sie nicht kritisch. In 5 der 30 stillen Mineralwässer fanden die Tester oberirdische Verunreinigungen von Pflanzenschutzmitteln, einem Süßstoff und einem Abbauprodukt, das vom umstrittenen Pestizid Glyphosat oder aus Wasch- und Reinigungsmitteln stammt. Die Spuren sind gesundheitlich unbedenklich, weisen aber darauf hin, dass die Quellen nicht ausreichend geschützt sind.

Zehn stille Mineralwässer im Test sind geschmacklich einwandfrei, enthalten keine oberirdischen Verunreinigungen oder nennenswerte Mengen anderer kritischer Stoffe, sind auch für Immunschwache geeignet und auf ihre Kennzeichnung ist Verlass. Die beiden günstigsten sind Celtic und Nestlé Pure Life für jeweils 33 Cent pro Liter.

Der ausführliche Test Leitungs- und Mineralwasser erscheint in der August-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 29.07.2016 am Kiosk) und ist bereits unterwww.test.de/wassercheck abrufbar.

Ist  Mineral­wasser wirk­lich so toll, wie die Werbung verspricht? Und stimmt die Qualität unseres Trink­wassers? Wenn ja: Lohnt es sich über­haupt, Geld für abge­fülltes Wasser auszugeben und mühsam selber Kisten zu schleppen? Und  warum soll man dafür auch noch viel Geld zahlen? Gerade in Berlin eine gute Frage, denn das Trinkwasser in der Stadt ist, begünstigt durch die gewässerreiche Geografie mit Havel und Spree und das Warschau-Berliner Urstromtal, von guter Qualität. Es wird überwiegend aus Uferfiltrat gewonnen, also aus versickertem Regen- und Oberflächenwasser, das zahlreiche reinigende Erd- und Sandschichten durchquert, bevor es aus den Brunnen der Berliner Wasserbetriebe (BWB) angesaugt, aufbereitet und ins Leitungsnetz gespeist wird. Fazit: Umweltbewußte Berliner können Geld sparen und Leitungswasser, also aus dem Wasserhahn, trinken.

(Redaktion)


 

 

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