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  • 23.05.2016, 16:21 Uhr
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  • Berlin
STIFTUNGEN

20 Jahre Bürgerstiftungen - erfolgreich und zukunftsorientiert: in Berlin wurde gefeiert

Aus privater Initiative engagieren sich bisher in fast 400 Orten und Regionen solche "Stiftungen von Bürgern für Bürger". In Berlin wurde in der vergangenen Woche gefeiert.

Etwa 50.000 Menschen sind in Gremien oder Projekten engagiert, sind Stifter, Spender oder haben unter dem Dach von Bürgerstiftungen Partnerstiftungen gegründet. Mehr als 300 Millionen Euro beträgt inzwischen das gemeinsame Stiftungskapital und die bisherigen Förderausgaben summieren sich auf bald 100 Millionen Euro. Aktuell spielt das Engagement für Geflüchtete bei vielen Bürgerstiftungen eine wichtige Rolle.

Bürgerstiftungen erfolgreich trotz Niedrigzinsen

Tatkräftiges ehrenamtliches Engagement, Spendeneinnahmen und die Zusammenarbeit mit vielen Partnern ermöglichen es den Bürgerstiftungen, auch in Zeiten niedriger Zinsen nachhaltig zu arbeiten. Nicht nur das: Die Summe der jährlichen Zustiftungen an Bürgerstiftungen ist fast dreimal so hoch wie die jährlichen Spendeneinnahmen. „Auch als Stiftungsmodell haben die Bürgerstiftungen nichts von ihrer Attraktivität verloren,“ sagt Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer der Stiftung Aktive Bürgerschaft, „eher im Gegenteil“.

Bürgerstiftungen bieten Lösungen für die Zukunft

Stiften hat nach wie vor Konjunktur und das soll auch in Zukunft so bleiben, allerdings nicht mehr so häufig in Form einer rechtsfähigen Stiftung. Dies prognostiziert eine Studie von Roland Berger aus dem Jahr 2014. Mit Stiftungsfonds und Treuhandstiftungen machen die Bürgerstiftungen den Weg zur eigenen, aber rechtlich unselbständigen Stiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung frei. Mit eigenem Namen, allen steuerlichen Möglichkeiten, aber im Kreis von Gleichgesinnten und zu geringsten Kosten. Bereits heute verwaltet ein Drittel der Bürgerstiftungen über 600 weitere Partnerstiftungen.

Viele Menschen und Firmen wollen sich engagieren, viele Projekte, Vereine und Initiativen brauchen Unterstützung. Anders als in der Wirtschaft finden aber Angebot und Nachfrage hier nicht automatisch zueinander. Hilfe und Helfer müssen zusammengebracht werden und dieses „matching“ setzt fundierte Kenntnisse und Erfahrungen voraus. Je länger Bürgerstiftungen bestehen, desto größer sind die gewonnenen Kompetenzen, desto wirkungsvoller ist die Koordination. Vielerorts entwickeln sich Bürgerstiftungen als erste Ansprechpartner rund um das Thema Engagement.

Veranstaltung: Programmpunkte und Prominente

Das Forum Aktive Bürgerschaft 2016 blickte am 20. Mai in Berlin auf 20 erfolgreiche Jahre Bürgerstiftungen in Deutschland zurück und nach vorn. Zusammengekommen sind etwa 200 Stifter, Aktive und Experten. Prominente Weggefährten wie Tagesschausprecherin Susanne Daubner, der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler und der Opernsänger Paul Potts senden Grußbotschaften.

Außerdem ging es darum, vor welchen Herausforderungen die Bundesrepublik steht und welchen besonderen Beitrag Bürgerstiftungen dabei leisten können. Prominent besetzt war  die Diskussionsrunde mit der Bürgerstifterin und ehemaligen Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich, dem Historiker und Demokratieexperten Prof. Dr. Paul Nolte und Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Die Runde wird moderiert von dem Soziologen Holger Backhaus-Maul, Vorstandsmitglied der Stiftung Aktive Bürgerschaft. Der Vorsitzende des Stiftungsrates der Aktiven Bürgerschaft Werner Böhnke eröffnete die Veranstaltung, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Aktive Bürgerschaft Dr. Peter Hanker führte in das Nachmittagsprogramm ein.

(Redaktion)


 

 

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