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  • 01.10.2017, 17:41 Uhr
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  • Berlin
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1. Oktober: Internationaler Tag der älteren Menschen – Senioren werden immer noch zu oft diskriminiert

Durch den am 1. Oktober stattfindenden Internationalen Tag der älteren Menschen soll zusätzlich Aufmerksamkeit geschaffen werden. Ziel ist es, den Senioren verstärkt eine gesellschaftliche Teilnahme und ein Leben in Würde zu ermöglichen.

Die Diskriminierung von älteren Menschen ist in vielen Gesellschaften Realität. Sie findet ihren Ausdruck in individuellen und sozialen Verhaltensweisen sowie in institutionalisierten und politischen Praktiken. Vernachlässigung, Marginalisierung oder gar Missbrauch älterer Menschen sind die Folge.

Im Jahr 2014 wurde von den Regierungen im Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen eine Resolution verabschiedet, um ihre Lebenssituation zu verbessern.

5 Tipps für ein barrierefreies Zuhause mit Förderung altersgerechtes Wohnen

In Deutschland droht ein Mangel an barrierefreien Wohnungen: Obwohl bereits im Jahr 2030 jeder dritte Bundesbürger über sechzig Jahre alt sein wird, sind laut dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes bisher nur knapp drei Prozent der deutschen Wohnsitze barrierefrei. Dabei sind altersgerechte Wohnlösungen nicht nur etwas für Seniorinnen und Senioren: Auch Familien profitieren von den großzügig geschnittenen Räumen und schwellenlosen Zugängen barrierefreier Immobilien. Zudem lassen sich Maßnahmen für mehr Wohnkomfort im Alter gut mit Umbaumaßnahmen für mehr Einbruchschutz und Energieeffizienz kombinieren. Davon profitieren Eigentümer und das Klima.

Zum internationalen Tag der älteren Menschen am 1. Oktober 2017 gibt die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online im Rahmen der Kampagne "Unser Haus: effizient, komfortabel, sicher" (www.unser-haus-sanieren.de) Tipps, was Mieter und Eigentümer tun können, um ihr Zuhause für den eigenen Lebensabend fit zu machen.

5 Tipps für barrierefreies Wohnen

1. Vorsorge ist besser als Nachsorge:

Eigentümer sollten Barrierefreiheit bereits beim Bau oder Umbau einer Immobilie einplanen. So können sie ihr Haus oder ihre Wohnung im Bedarfsfall weiter nutzen und müssen keine zeit- und kostenintensiven Umbauarbeiten auf sich nehmen.

2. Beratungsangebote nutzen:

Ob einfach eine bessere Beleuchtung oder Standard "Altersgerechtes Haus" - je nach Haushalt und Bedürfnis gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, um Barrieren zu reduzieren. Wohnberatungsstellen bieten individuelle Beratungen an.

3. Fördermöglichkeiten nutzen:

Sowohl beim altersgerechten Neubau als auch bei der nachträglichen Reduzierung von Barrieren helfen öffentliche Fördermittel bei der Finanzierung. Der FördermittelCheck (www.unser-haus-sanieren.de/beratung/foerdermittelcheck) gibt einen Überblick über passende Förderprogramme.

4. Maßnahmen clever kombinieren:

Barrierefreies Wohnen, energieeffiziente Sanierung und besserer Einbruchschutz betreffen teilweise die gleichen Bereiche eines Hauses und lassen sich gut gemeinsam angehen. Förderprogramme unterstützen kombinierte Sanierungen und davon profitiert auch der Immobilienwert.

5. Für Akuthilfe Arzt konsultieren:

Bei akutem Bedarf übernehmen auch Kranken- und Pflegekassen die Kosten für Hilfsmittel oder nötige Umbaumaßnahmen zur Beseitigung von Barrieren. Verlangt wird dafür ein Rezept eines Arztes oder eines Gutachters der Pflegekasse.

Ältere Flüchtlinge: Gefährdet und besonders schutzbedürftig

Vor allem für ältere Flüchtlinge ist die Lage sehr prekär. Sie machen etwa 8,5 Prozent aller Flüchtlinge weltweit aus, die vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) versorgt werden. In bestimmten Krisensituationen stellen die Senioren, die Mehrzahl von ihnen Frauen, sogar ein Drittel der Flüchtlinge (nach UN-Definition wird ein Mensch als älter bezeichnet, der über 60 Jahre alt ist). "Ältere Menschen, die entwurzelt und vertrieben wurden, sind besonders schutzbedürftig. Sie sind weniger mobil und können die Strapazen der Flucht nicht mehr verkraften. Sie sind krankheitsanfälliger als die Jüngeren, hören und sehen schlechter und brauchen daher unsere ganz spezielle Hilfe", so der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer.

In Nothilfesituationen lässt der UNHCR älteren Flüchtlingen diese besondere Unterstützung zukommen. Zum Beispiel, wenn sie krank oder zu schwach sind, um die oft weiter entfernten Verteilungsplätze von Hilfsgütern zu erreichen. In diesem Fall errichtet der UNHCR in der Nähe leicht erreichbare Vorratslager mit lebenswichtigen Basisgütern oder bringt sie direkt zu den Senioren ins Zelt. Mobile UNHCR-Teams suchen ältere Flüchtlinge in ihren Unterkünften auf, stellen den Bedarf an medizinischer Versorgung und spezieller Nahrung fest oder verteilen Kleidung, wärmende Decken oder Matratzen. Darüber hinaus beraten und unterstützen die Teams die jeweiligen Familien und ihr soziales Umfeld, damit den Senioren angemessen geholfen wird.

Weitere Informationen und Spenden online unter: www.uno-fluechtlingshilfe.de

(Redaktion)


 

 

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