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  • 23.07.2018, 11:05 Uhr
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  • Berlin
STIFTUNGEN & VERBÄNDE

Verband der TÜV e.V. gibt Tipps zum Arbeiten an heißen Tagen: Unfällen vorbeugen, Gesundheit schützen

Das Wohlbefinden, das Konzentrationsvermögen und die Leistungsfähigkeit können beeinträchtigt werden. Der Verband der TÜV e.V. aus Berlin gibt Tipps auf Business On.

Die Hitze macht vielen Arbeitnehmern zu schaffen. Besonders betroffen sind nicht klimatisierte Büros, Produktionsstätten und Tätigkeiten im Freien. "Lässt die Konzentrationsfähigkeit aufgrund der Hitze nach, steigt die Unfallgefahr", warnt André Siegl, Arbeitssicherheitsexperte beim TÜV-Verband (VdTÜV). "Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten bei der Sommerhitze Vorkehrungen treffen, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden", rät der TÜV-Experte.

Die Hitze macht vielen Arbeitnehmern zu schaffen. Das Wohlbefinden, das Konzentrationsvermögen und die Leistungsfähigkeit können beeinträchtigt werden. Besonders betroffen sind nicht klimatisierte Büros, Produktionsstätten und Tätigkeiten im Freien. "Lässt die Konzentrationsfähigkeit aufgrund der Hitze nach, steigt die Unfallgefahr", warnt André Siegl, Arbeitssicherheitsexperte beim TÜV-Verband (VdTÜV). "Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten bei der Sommerhitze Vorkehrungen treffen, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden", rät der TÜV-Experte.

Arbeitsplatz vor Hitze schützen: Hitzefrei oder ein Recht auf klimatisierte Räume gibt es im deutschen Arbeitsrecht nicht. Arbeitgeber sind aber rechtlich verpflichtet, die Mitarbeiter vor Gefahren am Arbeitsplatz zu schützen, auch bei erhöhten Temperaturen. In den Technischen Regel für Arbeitsstätten von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) heißt es z. B., dass Arbeitgeber die Lufttemperatur in Arbeitsräumen über 26 °C durch geeignete Maßnahmen reduzieren müssen, z. B. durch Sonnenschutzvorrichtungen.

Getränke, Kleiderordnung und Arbeiten in den kühleren Morgenstunden: "Jenseits von Klimaanlagen gibt es viele Möglichkeiten, die heißen Tage im Büro angenehmer zu gestalten. Der Arbeitgeber kann zum Beispiel den Mitarbeitern Getränke bereitstellen, die Kleiderordnung lockern, häufigere Pausen in kühleren Bereichen anbieten und Gleitzeitregelungen zur Arbeitszeitverlagerung in die Morgenstunden ermöglichen", erläutert der TÜV-Experte Siegl. Anweisungen zum Lüften der Räume in den frühen Morgenstunden und Sonnenschutzvorrichtungen, wie Jalousien, tagsüber geschlossen zu halten, helfen, um die Hitze in den Räumen zu vermeiden.

Klimaanlagen nicht zu kalt einstellen - unnötige Geräte abstellen: In Produktionsbetrieben können auch Luftduschen oder Wasserschleier für Abkühlung sorgen. In Büros empfiehlt sich das Aufstellen von mobilen Klimageräten wie Ventilatoren. Dafür ist die richtige Temperatur entscheidend. Sie sollte nicht mehr als sechs Grad Unterschied zur Außentemperatur betragen, um Erkältungen zu vermeiden. Nicht benötigte elektrische Geräte sollten ausgeschaltet werden, um die innere thermische Last zu reduzieren.

Viel trinken - aber nicht zu kalt: Durch die Hitze verliert der Körper Flüssigkeit, daher ist viel trinken ratsam - mehr als 2,6 Liter Wasser pro Tag. Das empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in einer Richtlinie für gesunde Erwachsene zwischen 25 bis 51 Jahren. Zu kalte Getränke am besten meiden, denn sie strengen den Körper an, die Flüssigkeit auf Körpertemperatur zu erwärmen.

Kleine Mahlzeiten, frisches Obst: Um den Magen nicht zu überfordern, ist es an heißen Tagen besser, mehrere kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Hilfreich ist auch frisches, gekühltes Obst, verteilt über den Arbeitstag. Es sollte allgemein nicht zu heiß gegessen werden, denn heiße Nahrung muss der Körper auf die eigene Betriebstemperatur herunterkühlen. Es kostet zusätzliche Energie und führt daher noch mehr zum Schwitzen.

Richtige Kleidung: Möglichst wenige Kleidungsstücke sind bei Hitze ratsam. Am besten luftige Stoffe wie leichte Hemden oder Blusen und nicht zu enge Hosen tragen. Wer eine Klimaanlage im Büro hat oder im klimatisierten Auto zur Arbeit fährt, sollte eine Jacke dabeihaben, um die Temperaturunterschiede auszugleichen und Erkältungen zu vermeiden.

Bei Kreislaufproblemen hilft kaltes Wasser: Sollte der Kreislauf Probleme machen, hilft kaltes Wasser an den Handgelenken oder das Eintauchen der Unterarme in kaltes Wasser, um den Kreislauf wieder schnell in Schwung zu bringen.

Weitere Informationen über den Verband der TÜV e.V. mit Sitz in Berlin: www.vdtuev.de

(Redaktion)


 

 

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