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  • 13.04.2015, 12:33 Uhr
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  • Berlin
Studie

Industrie 4.0 rechnet sich für kleine und mittlere Unternehmen

Die neue Studie zeigt: Zukünftige Vernetzungseffekte durch Industrie 4.0 finden in der Kosten-Nutzen-Analyse zu wenig Beachtung.

Investitionen in Industrie 4.0 können sich für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) schon innerhalb von zirka 6 Jahren amortisieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Berliner Instituts für Innovation und Technik (iit) in der VDI/VDE Innovation und Technik GmbH im Rahmen der Begleitforschung zum BMWi-Technologieprogramm "AUTONOMIK für Industrie 4.0". Die stärkere Berücksichtigung der mit Industrie 4.0 einhergehenden und bisher kaum untersuchten positiven Vernetzungseffekte verdeutlicht laut iit mittelfristig den hohen Nutzen für KMU.

Die Studie zeigt, dass deutsche Unternehmen durchweg positive Erwartungen hinsichtlich betriebswirtschaftlicher Potenziale mit den durch Industrie 4.0 ausgelösten Entwicklungen verbinden. Konkrete Schätzungen des volkswirtschaftlichen Potenzials von Industrie 4.0 für Deutschland gehen von einem Wachstumspotenzial von 153,5 Mrd. Euro in den nächsten fünf Jahren aus. Sie zeigen aber auch, dass derzeit vor allem mittelständische Unternehmen vielfach zögerlich agieren. Der Hintergrund ist, dass erforderliche Investitionskosten weitaus höher eingeschätzt werden als das resultierende Umsatzwachstum. Zur Auflösung dieses Dilemmas liefert die Studie einen innovativen Erklärungsansatz auf Grundlage eines idealtypischen Modells. In dem Modell wird die Wirkung von Investitionen in Industrie 4.0 für Unternehmen in Abhängigkeit von den sich daraus ergebenden unterschiedlichen Vernetzungsmöglichkeiten betrachtet. Insbesondere für KMU sind einheitliche Kommunikationsstandards bzw. Interoperabilität im Produktionsverbund die Voraussetzung für die Ausschöpfung des Potenzials von Industrie 4.0. Großunternehmen nehmen eine wichtige Schlüsselrolle bei der Standardisierung ein.

Deutschland kann dabei nicht nur als Anwender von Industrie 4.0 profitieren. Die Analyse zeigt, dass Deutschland in fast allen entscheidenden Zukunftsfeldern international sehr gut aufgestellt ist und sich in wichtigen Schlüsselsektoren als Leitanbieter etablieren kann. Deutsche Unternehmen haben die Chance, ihre internationale Spitzenposition in Bereichen wie Robotik, Maschinenbau, Sensorik oder Logistik zu verteidigen und auszubauen. Die IKT ist dabei die am stärksten geforderte Branche, um den derzeitigen Technologie- und Wettbewerbsvorsprung erfolgreich in das Zeitalter von Industrie 4.0 zu transferieren.

In der Studie "Industrie 4.0: Volks- und betriebswirtschaftliche Faktoren für den Standort Deutschland" wurden 65 Veröffentlichungen mit Bezug zur Digitalisierung und Vernetzung in der industriellen Produktion ausgewertet. Zusätzlich wurde eine eigene Umfrage mit führenden Industrieexperten durchgeführt. Sie schafft erstmals einen zusammenfassenden Überblick über existierende Erhebungen und Analysen zum Thema Industrie 4.0 und ergänzt diese durch neue Thesen zu betriebswirtschaftlichen Effekten aufgrund der zunehmenden Vernetzung.

Die Bundesregierung hat mit dem Zukunftsprojekt Industrie 4.0 einen technologiepolitischen Schwerpunkt initiiert. Mit dem Technologieprogramm "AUTONOMIK für Industrie 4.0" leistet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung dieses Vorhabens. 14 Projekte mit rund 100 Partnern aus Industrie und Wissenschaft haben sich für eine Förderung durch das BMWi qualifiziert. Das BMWi unterstützt die Projekte mit einem Fördervolumen von rund 40 Mio. Euro. In begleitenden Forschungsmaßnahmen werden zudem wichtige Querschnittsfragen zu IT-Sicherheit, Recht, Normen & Standards sowie Zukunft der Arbeit in Industrie 4.0 behandelt.

Weitere Informationen und die Studie unter www.autonomik40.de. (Quelle: News Aktuell)

(Redaktion)


 

 

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