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Multimediale Buchpremiere +Film

Sibylle. Modefotografien 1962 – 1994

Nirgendwo sonst in der DDR trat das Leitbild natürlicher, selbstbewußter und emanzipierter Frauen so eindrucksvoll in Erscheinung wie in den Fotografien der legendären Mode- und Kulturzeitschrift »Sibylle«.

Buch

Der chronologisch geordnete Band versammelt die schönsten und charakteristischsten Mode- und Porträtaufnahmen, die im Laufe von 30 Jahren für die von den Leserinnen geliebte Zeitschrift und in ihrem Umfeld entstanden. Er zeigt, wie die international beeinflußte, aber stets auf Eigenständigkeit bedachte DDR-Modefotografie Anfang der sechziger Jahre entstand und sich ungeachtet ihrer informativen Funktionen immer wieder als ein Medium behauptete, das die Ideale, Möglichkeiten und Grenzen weiblicher Existenz im realen Sozialismus reflektierte. Der Band enthält Fotografien von Sibylle Bergemann, Arno Fischer, Steffi Graenitz, Karol Kállay, Ute Mahler, Werner Mahler, Sven Marquardt. Peter Meißner, Roger Melis, Günter Rössler, Rudolf Schäfer, Wolfgang Wandelt.

Die Herausgeberin Dorothea Melis (geb. 1938), Modegestalterin und Publizistin, leitete von 1961 bis 1970 die Modeabteilung der Zeitschrift »Sibylle«. Von 1970 bis 1990 war sie verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei »Exquisit«, dem größten Modehandelsunternehmen der DDR.

Ute Mahler (geb. 1949), Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Seit 1975 freischaffend tätig. Gründungsmitglied von OSTKREUZ-Agentur der Fotografen. Seit 2000 Professorin für Fotografie an der HAW Hamburg, Bereich Kommunikationsdesign.

Sibylle. Modefotografien 1962–1994. Herausgegeben von Dorothea Melis. Leipzig: Lehmstedt Verlag, 2010 (Bilder und Zeiten, hrsg. von Mathias Bertram, Band 12). 176 Seiten mit 155 ganzseitigen Duotone-Abbildungen, 24 x 27 cm, Festeinband, Fadenheftung, ISBN 978­3­937146­87­4, Euro 24,90 Euro

Film

Träume nicht Sibylle
D 2002, R: Julie Schrader, mit Dorothea Melis, Günther Rößler, Ute Mahler, 58 Min

Modefotografie in der DDR - das hieß fast immer SIBYLLE-Fotografie: Wie keine zweite Zeitschrift hat die SIBYLLE die Sicht auf Mode in der DDR und - weit darüber hinausgehend - auf Lebensweise und Kultur geprägt. Denn Mode war weit mehr als nur Bekleidung. Die SIBYLLE war außergewöhnlich und sehr begehrt. TRÄUME NICHT SIBYLLE fragt nach der politischen Dimension dieser Zeitschrift. Der Film stellt die einstigen MacherInnen in einem persönlichen Portrait vor. Sie lassen uns teilhaben an ihrer Zeit bei der SIBYLLE - vor und nach der Wende. Dabei wird auch einiges an DDR-typischem Konfliktstoff berührt. Es war die leidenschaftliche Zeit des DDR-Kulturkampfes. Neue Ästhetiken versus Funktionäre... TRÄUME NICHT SIBYLLE fragt nach der Arbeitsatmosphäre zu DDR-Zeiten: Welchen Einfluss hatten die Zensurvorgaben auf die Arbeit und auf das Frauenbild in der Zeitschrift? Was brachte die Wende mit sich? TRÄUME NICHT SIBYLLE dokumentiert auf eindrucksvolle Weise den Werdegang dieser Zeitschrift und lässt die besten, schönsten und wichtigsten Modefotografien aus der SIBYLLE wieder lebendig werden.

31.5., 20.00 Uhr
Tickets im VVK: 12€ / Schüler & Studenten: 9€
Beginn 20:00, Einlass ab 19:30

Keine Reservierungen möglich. Tickets im Babylon und an vielen Vorverkaufskassen

(Redaktion)


 


 

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Träume nicht Sibylle

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