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Berufliche Qualifizierung

Trotz Wirtschaftskrise erhalte Berliner Jugendlichen auch 2009/2010 ein breites Angebot zur beruflichen Qualifizierung

Im vergangenen Ausbildungsjahr konnte laut Angaben des Senats allen Berliner Schulabgängerinnen und -abgängern ein Ausbildungs- oder Qualifizierungsangebot gemacht werden. Der Senat geht davon aus, dass die Bilanz auch in diesem Jahr positiv sein wird.

Das geht aus einem Bericht an den Hauptausschuss über Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote für das Ausbildungsjahr 2009/10 hervor, den der Senat auf Vorlage der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Dr. Heidi Knake-Werner, verabschiedet hat. Darin werden die im Senat erörterten Maßnahmen dargestellt, mit denen auch in diesem Jahr alle Berliner Jugendlichen ein angemessenes Ausbildungs- bzw. Qualifizierungsangebot erhalten sollen.
Der Senat knüpft an die positive Bilanz des Vermittlungs- und Ausbildungsjahres 2008 an, die einen rechnerischen Ausgleich von Angebot und Nachfrage nach Berufsausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten auswies.

Den 1.164 am Stichtag 31. Dezember 2008 bei den Agenturen für Arbeit und den JobCentern im Land Berlin ausbildungssuchend gemeldeten Jugendlichen standen zum selben Zeitpunkt noch etwa 2.000 Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote gegenüber.

Besonders hervorzuheben war im Jahr 2008 der Anstieg des betrieblichen Ausbildungsplatzangebots von 80 auf knapp 86 % der insgesamt rund 20.700 Plätze in den dualen Ausbildungsberufen. Zusätzlich zur betrieblichen Ausbildung im dualen System wurden im Bereich der Berufsbildenden Schulen wie im Vorjahr rund 5.850 Ausbildungsplätze mit einem nach Bundes- oder Landesrecht anerkannten Berufsabschluss angeboten.

Die neu begründeten Ausbildungsverhältnisse in den Medizinalfachberufen sind von etwa 2.250 auf rund 2.280 leicht gestiegen. Einen deutlichen Anstieg neu begründeter Ausbildungsverhältnisse gab es im unmittelbaren Landesdienst von 695 Plätzen im Jahr 2007 auf 932 im Jahr 2008.

In seinen Zielsetzungen und Handlungsschwerpunkten sieht sich der Senat durch die Empfehlungen der Sonderkommission „Ausbildungsplatzsituation und Fachkräfteentwicklung“ bestärkt. Die Spitzenvertreterinnen und -vertreter von Wirtschaftsverbänden, Kammern, Gewerkschaften und der Bundesagentur für Arbeit haben sich im Mai darauf verständigt, dass alle Anstrengungen unternommen werden, das betriebliche Ausbildungsplatzangebot mindestens auf dem bisherigen Niveau zu halten.

Der Senat setzt darauf, dass die Unternehmen ihre Zusagen einhalten und Ausbildungsplätze auf dem Niveau des Vorjahres anbieten.

Die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze per Saldo weiter zu erhöhen, erscheint angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise zurzeit allerdings unrealistisch. Deshalb wird der Senat im Rahmen des Bund-Länder-Sonderprogramms Ost (APP) zusätzliche Ausbildungsplätze fördern und wie im Vorjahr 2.500 Plätze finanzieren.

Erörtert wurden zudem Modelle der Förderung für Jugendliche mit schulischen Defiziten. Das Berliner Angebot einer Modularen Dualen Qualifizierungs-Maßnahme (MDQM) richtet sich an Jugendliche ohne bzw. mit einfachem Hauptschulabschluss, die angesichts fehlender Ausbildungsreife und der schwierigen Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt kaum Chancen auf einen betrieblichen Ausbildungsplatz haben. MDQM ist eine Berufsausbildung, mit der es tatsächlich gelingt, 85 % der Jugendlichen, die sich im letzten Ausbildungsjahr von MDQM befinden, zu einem Ausbildungsabschluss im Rahmen der Externenprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz zu führen.

(Redaktion)


 


 

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