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  • 18.05.2016, 10:44 Uhr
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  • Berlin
TV / RECHT

GZSZ-Jubiläum: 200 Jahre Haftstrafe – Verbrechensanalyse des Berliner TV-Anwalts Jo Gerner

Fast 200 Jahre Haft – auf diese Zahl summieren sich alle Straftaten des bekannten TV-Anwalts Jo Gerner von „Gute Zeiten Schlechte Zeiten“. Die Serie feiert heute Jubiläum. Der Berufsverband der Rechtsjournalisten aus Berlin hat mit anwalt.org nachgeforscht.

 Anlässlich der 6.000 Folge der beliebten Vorabendshow haben die Juristen des Anwaltportals anwalt.org (www.anwalt.org) Gerners eklatanteste Verbrechen zusammengestellt und einer strafrechtlichen Analyse unterzogen: In mindestens 44 Fällen ist Jo Gerner seit seinem Start bei GZSZ straffällig in Erscheinung getreten, insgesamt 14 verschiedene Straftatbestände können ihm zur Last gelegt werden, darunter Erpressung, Bestechung, Anstiftung zu Körperverletzung und Einbruch.

In einer aufwendigen Recherche hat der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. sämtliche Folgen seit Gerners erstmaligem Auftritt im Jahr 1993 ausgewertet: Würde man jeweils das maximale Strafmaß ansetzen und alle seine Kapitalverbrechen addieren, säße Gerner für genau 199,5 Jahre hinter Gittern. Dazu Rechtsanwalt Mathis Ruff von anwalt.orgWenn mehrere Straftaten begangen wurden, kommt es gemäß § 54 StGB zur Bildung einer Gesamtstrafe. Diese darf die Summe der Einzelstrafen nicht erreichen und ergibt sich aus einer angemessenen Erhöhung der höchsten Einzelstrafe.“ Trotz des umfangreichen Repertoires an Straftaten wurde Gerner nie ernsthaft belangt. Beweise hinterlässt er in der Regel nicht. Wirklich eng wurde es für ihn nur im Jahr 2010, als er sich der Steuerhinterziehung schuldig gemacht hatte ­ und das in einer Höhe, in der Bewährung nicht mehr greifen würde. Auffällig ist, dass Gerner in den letzten Jahren weniger kriminell in Erscheinung getreten ist.

Über anwalt.org:  ist ein Angebot des Berufsverbandes der Rechtsjournalisten e.V. Der BvDR e.V. ist der Zusammenschluss von Rechtsjournalisten und Rechtsanwälten aus ganz Deutschland, die Rechtsbeiträge zu verschiedensten Themen auf den Portalen anwalt.org, scheidung.org, abmahnung.org und rechtsanwaltfachangestellte.org veröffentlichen. Der Verband wurde im August 2015 von Rechtsanwalt Mathis Ruff in Berlin ins Leben gerufen. Übergeordnetes Ziel ist es, umfassende Informationsportale zu schaffen, auf denen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über sämtliche Rechtsbereiche in Deutschland informieren können. Zudem bestrebt der Verband ein deutschlandweites Anwaltsverzeichnis aufzubauen und zu pflegen. Der BvDR e.V. sieht sich an dieser Stelle als Informationsnetzwerk und Ansprechpartner bei rechtlichen Fragen, bietet jedoch keine Rechtsberatung an.

(Redaktion)


 

 

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