Sie sind hier: Startseite Berlin Lokale Wirtschaft
Weitere Artikel
  • 19.12.2018, 12:19 Uhr
  • |
  • Berlin
UNTERNEHMEN / LOGISTIK

Logistik-Probleme zur Weihnachtszeit: So reagieren Unternehmen auf den Fachkräftemangel

Die Weihnachtszeit bedeutet für Lager- und Logistik-Unternehmen Hochsaison. Doch die Branche plagt ein Fachkräftemangel. Welche Maßnahmen die Unternehmen daher schon beim Bewerbungsprozess ergreifen, hat die WBS Gruppe analysiert.

Während die Weihnachtszeit für die meisten Menschen für Besinnlichkeit steht, bedeutet sie für Logistik-Unternehmen Hochsaison. So waren im dritten Quartal 2018 19 Prozent mehr Stellen ausgeschrieben als im Vorjahreszeitraum. Doch die Branche plagt ein großer Fachkräftemangel. Während sich die Kunden über nicht oder nicht rechtzeitig angekommene Pakete beschweren, ergreifen viele Unternehmen Maßnahmen, um möglichst viele Jobsuchende für eine Karriere in der Logistik zu begeistern. Dabei setzen sie oft bereits beim Bewerbungsprozess an und vereinfachen diesen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des privaten Bildungsanbieters, die WBS Gruppe (www.wbs-gruppe.de). Das Unternehmen hat exemplarisch geprüft, welcher deutsche Zusteller am wenigsten Bewerbungsangaben von seinen Kurieren fordert.

Mindestens acht Angaben werden für eine Bewerbung benötigt

Am unkompliziertesten ist die Online-Bewerbung für Kuriere bei UPS und GO!Express & Logistics. Hier müssen Bewerber nur acht Angaben machen, um ihre Bewerbung zu vervollständigen. Nur zwei Informationen mehr werden von Hermes und der Deutschen Post DHL Group benötigt. Spitzenreiter – mit insgesamt 16 Pflichtangaben – ist DPD. Das Unternehmen stellt Kuriere jedoch nicht direkt ein und gibt die ausgefüllten Informationen daher an externe Dienstleister weiter.

Anschreiben und Lebenslauf: Diese Dokumente werden von den Unternehmen gefordert

FedEx hat für seine Bewerber auf ausgeschriebene Kurier-Posten im Gegensatz zu den anderen analysierten Dienstleistern aktuell noch kein Online-Bewerbungsportal eingerichtet. Das US-amerikanische Unternehmen fordert von Job-Interessierten eine klassische Bewerbung inklusive Anschreiben und Lebenslauf per E-Mail. Auf einen Lebenslauf legen neben FedEx noch vier weitere analysierte Paketzusteller wert.

Das wollen Personaler zusätzlich wissen

Entweder in der Stellenanzeige oder im Bewerbungsformular fragen die Hälfte der Unternehmen explizit nach Angaben zur Fahrerlaubnis (Deutsche Post DHL Group, FedEx und DPD). FedEx und Hermes wünschen sich zudem Orts- und Englischkenntnisse von ihren Kurieren. Berufserfahrung wird nur von Hermes erfragt. In der Regel bewerben sich Zusteller direkt für ein Gebiet. Einzig bei Hermes wird die Umzugsbereitschaft erfragt und Bewerbungen sind auch ortsunabhängig möglich.

Joachim Giese, Vorstand der WBS Gruppe, kommentiert: “Zur Weihnachtszeit herrscht Hochbetrieb in der Lager- und Logistik-Branche und so waren in Deutschland zuletzt so viele Stellen in diesem Bereich ausgeschrieben wie lange nicht mehr. Das ging aus der aktuellen Studie “Jobmarkt aktuell” unseres Unternehmens hervor. Um diesem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sollten Unternehmen bereits beim Bewerbungsprozess ansetzen und die Hürden für Job-Interessierte so gering wie möglich halten. Unsere Analyse zeigt exemplarisch, dass einige der größten deutschen Unternehmen in diesem Bereich genau das verstanden haben. Beispielsweise fordern nur noch zwei von sieben analysierten Unternehmen ein Anschreiben von ihren Bewerbern für eine Kurierstelle. Unsere Analyse zeigt aber auch, dass teilweise sogar noch herkömmliche Bewerbungen gefordert werden und noch immer nicht jedes Unternehmen ein Online-Bewerbungsportal hat. Dabei würden durch diese Digitalisierung nicht nur die Bewerber, sondern auch die eigenen HR-Abteilungen entlastet werden”.

(Redaktion)


 

 

Bewerber
Karriere
Bewerbungsprozess
WBS Gruppe

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Unternehmen" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: