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Urlaub

Die richtige Erholung für Unternehmer, Selbständige und Profis

Noch für 41 Prozent der Berufstätigen in Deutschland sind dienstliche Rückfragen oder Bitten von Vorgesetzten oder Kollegen während der Ferien, „Urlaubsalltag, hat eine Umfrage von Stepstone ermittelt. Die European Coaching Association gibt Tipps zum regenerativen Urlaub.

Wer es nicht schafft, während des Urlaubs die Finger vom Blackberry zu lassen oder meint, noch vom Strandkorb aus die Fäden beim laufenden Projekt in der Hand halten zu müssen, gefährdet nicht nur seine Erholung, sondern auch langfristig seine Gesundheit. Davor warnt nun aktuell zum Sommerferien-Start die ECA (European Coaching Association mit Sitz Berlin / Düsseldorf) : Depressionen und Burn Out nach der Urlaubzeit sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. „Statt die langersehnte und wohlverdiente Ruhe zu genießen und wirklich abzuschalten, befinden wir uns in einem ständigen Standby Modus", sagt Bernhard Juchniewicz, Gesundheitscoach und Präsident der ECA (European Coaching Association mit Sitz in Berlin und Düsseldorf). Dabei appelliert Juchniewicz an die Selbstverantwortung der Urlaubsnehmer : „Achten Sie auf Ihre Bedürfnisse. Sie tun sich keinen Gefallen, wenn sie ständig für den Chef und die Kollegen erreichbar bleiben, oder mit dem Körper am Strand liegen, aber mit dem Kopf im Büro sind. Ständige Alarmbereitschaft kann in eine permanente psychische Erschöpfung münden, von der man sich nicht so einfach erholt. Endpunkt einer solchen Situation kann ein Burnout sein. Entspannt in den Urlaub startet derjenige, der nicht nur sich selbst mental auf seinen Urlaub einstellt,  sondern auch seine Umgebung miteinbezieht. Ihr Urlaub gehört zu Ihren wichtigsten Terminen im Jahr, er hat eine professionelle Planung genauso verdient wie ein bedeutendes berufliches Projekt."

ECA-Urlaubstipp1: „Dazu gehört zum Beispiel die Vertretungs- und Abwesenheitsplanung im Büro einige Tage vorher. Schreiben Sie eine Übergabe und bitten Sie Kollegen direkt, Dinge, die während Ihres Urlaubs anstehen, für Sie zu erledigen. Aktivieren Sie den Abwesenheits-Assistenten Ihres e-Mail-Programms und kündigen Sie Ihre Rückkehr für ein oder zwei Tage nach Ihrem tatsächlichen Arbeitsbeginn an.

ECA- Urlaubstipp 2: "Wenn Sie am letzten Arbeitstag das Büro mit einem guten Gefühl verlassen, ist das ein Zeichen dafür, dass Sie ausreichend delegiert haben. Denn ab diesem Zeitpunkt sollten Ihre Gedanken nur noch Ihren Urlaubsvorbereitungen gelten und den Dingen, die Sie für sich persönlich oder für Ihre Familie erledigen müssen. Ein oder zwei Tage zuhause und ausreichend Vorbereitungszeit – nicht nur fürs Kofferpacken, sondern auch für die mentale Einstimmung - garantieren einen stressfreien Urlaubsbeginn und eine entspannte Rückkehr."

Und dennoch: vielen fällt es schwer, im Urlaub abzuschalten. „Die meisten von uns haben ihre ganz persönlichen „festgefahrenen“ Leistungs-Einstellungen, die sie  - unbewusst - mitnehmen, in den Job, ins Privatleben und in den Urlaub“, sagt Juchniewicz und fügt hinzu: "Das führt dann dazu, dass wir uns im Urlaub, wo wir uns doch eigentlich frei fühlen sollten von Hierarchien und Druck, nicht wirklich distanzieren. Befindet man sich erst einmal in diesem Teufelskreis so besteht die Gefahr, auch im Urlaub seine Lebensenergien nicht mehr wirklich zurückzugewinnen, nicht mehr aufladen zu können und auch ohne Arbeitsstress und Druck von außen permanent erschöpft zu sein."

ECA-Urlaubstipp 3: „Achten Sie auf Ihren Körper und Ihre Sinne. Sie sind der Experte für Ihr eigenes Wohlbefinden. Sie entscheiden, was Ihnen gut tut. Dafür sollten Sie neue und positive Erfahrungen zulassen. Trauen Sie sich, langjährige negative Gewohnheiten, Selbstschädigungen, z.B. Engstirnigkeit, Egozentrik oder Augendienerei (blinder Gehorsam) zu hinterfragen und auch einmal mit ihnen zu brechen. Wer im Job ständig kommuniziert und „auf Empfang“ ist, wird vielleicht beim Urlaub in einer einsamen Berghütte ganz neue Seiten an sich entdecken, die ihm beim jährlichen Cluburlaub bisher entgangen sind. Nicht nur der Körper, auch der Geist benötigt Abwechslung, Regeneration, Entspannung und Aussicht auf eine neue gesunde Zukunft.“

Neue Erfahrungen seien nötig, so der ECA-Coach, um nach dem Urlaub einen frischen und unverstellten bewussten Blick auf seine persönliche Arbeits- und Lebenssituation zu haben: „Nutzen Sie den frischen Wind, um schlechte Angewohnheiten zu verändern  oder neue berufliche oder persönliche Ziele ins Auge zu fassen“, empfiehl Juchniewicz.

ECA- Urlaubstipp 4:„Machen Sie eine Bestandsaufnahme: Was schwächt sie? Was stärkt sie? Fühlen Sie sich trotz Urlaub nicht ausreichend erholt? Dann lag es vielleicht nicht nur am Urlaub. Ein Entkommen aus dieser Gefahrenzone bietet beispielsweise eine tägliche Selbst-Besinnung, Tiefen-Entspannung. „Nehmen Sie sich jeden Tag einige Minuten Zeit für sich selbst und das was Ihnen am Herzen liegt.“

ECA- Urlaubstipp 5: „Spüren Sie nach, was Sie belastet, wodurch diese innere und / oder äußere Leere entsteht. Welche Fähigkeiten / Ressourcen können Sie lernen einzusetzen, um Belastungen frühzeitig zu erkennen und entschieden zu begegnen. Auch Meditation kann Ihnen helfen. Wenn Sie über einen längeren Zeitraum erschöpft sind, holen Sie sich Hilfe bei einem professionellen Coach Ihres Vertrauens, der gemeinsam mit Ihnen an Ihre persönlichen Problemlösungen erarbeitet, Neuorientierung und die Erarbeitung Ihrer zukünftigen Werte (Arbeits- & Lebens-Zufriedenheit) erarbeitet, Ihre Sinnerfüllung und Ihren ganz persönlichen Ziele realisiert.“

Über die ECA: Die European Coaching Association (ECA) ist ein europaweit vernetzter Berufsverband professioneller Coaches (lizenziert im: Basic, Advanced oder Expert Level und differenziert in ihren Kern-Kompetenzen), Lehr Coaches, Lehr Institute und Sozietäten. In diesem Jahr feiert die ECA – European Coaching Association – ihr 20jähriges Bestehen seit der Gründung des ECA Berufsverbandes im Jahre 1994. Infos auf www.european-coaching-association.de

(Redaktion)


 


 

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