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  • 14.04.2015, 15:00 Uhr
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  • Berlin
Gründerinnen

Victress Award 2015 für führende Wirtschaftsfrauen Deutschlands

Am vergangenen Montag fand in der Hauptstadt erneut die Verleihung der Victress Awards statt. Dieser zeichnet jährlich Frauen der Wirtschaft aus. Darunter ist auch Freya Oehle, die mit ihrer neuartigen Online-Plattform Spottster Shopping zum Wunschpreis ermöglicht.

Gestern noch zu einem Auslandssemester in den USA, am vergangenen Montagabend auf der sorgfältig ausgeleuchteten Bühne der 10. Victress Awards Gala in Berlin – für Freya Oehle läuft’s. Anders als andere Studenten mit großem Engagement und Einserabitur trat sie keinen hochbezahlten Job in der Wirtschaft an, sondern gründete ein eigenes Unternehmen.

Seit dem Jahr 2013 ist sie Kopf und nach eigenen Angaben auch „taktische Gräfin Zahl“ der Online-Plattform Spottster. Auf dem Portal soll „Shoppen zum Wunschpreis“ für alle jene möglich sein, die sich nicht mit dem gängigen Verkaufspreis eines Produkts zufrieden geben wollen. Per virtueller Wunschliste lässt sich das jeweilige Objekt der Begierde in unzähligen Onlineshops verfolgen. Fällt hier nun der Preis, wird der User informiert. Der Mut, ein Unternehmen ohne jahrzehntelange Berufserfahrung zu gründen, wurde nun mit dem Victress Digital Award 2015 geehrt. Dieser wird, in Kombination mit anderen Preiskategorien wie „Science“, „Impuls“ und „Vital“,  jedes Jahr an Frauen verliehen, die von der Victress-Jury als Vorbild in Sachen Erfolg, Leadership und Weiblichkeit wahrgenommen werden.

Geboren im nordrhein-westfälischen Gütersloh, studierte Freya Oehle zunächst BWL. Auf diverse Praktika im In- und Ausland folgte ein erfolgreich absolvierter Master of Science im Bereich Finance und Accounting. Der Gründungsgedanke zu Spottster kam der Gründerin bei ihrem Auslandssemester. Pate hierfür stand ein ähnliches Portal, das sich mit seiner mangelhaften Umsetzung ausschließlich auf den Bereich Mode konzentrierte.

Vorbild sein, innovative Ideen entwickeln, Geschäftspartner beeindrucken – insbesondere letzteres ist mit Mitte 20 nicht immer leicht: „Einmal habe ich die Materialien für eine Präsentation unserer Geschäftsidee vorbereitet, betrat den Konferenzraum und alles, was dem Chef zur Begrüßung einfiel, war: „Sie sind ja eine Frau!“, so Freya Oehle. Nichtsdestotrotz ist sie sicher: Man muss sich kompetent verkaufen können – und das abseits jeglicher Geschlechterrollen: „Ernst genommen wird langfristig derjenige, der Selbstbewusstsein und Kompetenz ausstrahlt.“

Die Gründung eines Unternehmens ähnelt oftmals der Geburt eines Kindes: Keine Stabilität, lange Tage, kurze Nächte und bis dato noch nie da gewesene Probleme. Nun also die Frage aller Fragen: Würden Sie noch einmal gründen? „Ja, sogar mehr als damals“, sagt Freya Oehle. Es gäbe sowohl gute als auch schlechte Tage, trotzdem könne Sie sich heute nicht vorstellen, als Angestellte in einem Unternehmen zu arbeiten: „Dafür habe ich in den letzten anderthalb Jahren viel zu viel gelernt.“ Weitere Infos unter: spottster.com 

Martina Wagner

(Redaktion)


 

 

Victress Awards Gala
Preisträgerin
Frauen in der Wirtschaft
Freya Oehle

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