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Heim-Tier & Pflanze 2009 Berlin

Vom Brutschmarotzer bis zur Gespensterschrecke- 25. Heim-Tier & Pflanze in Berlin

28 Vereine, 50 Rassen und 800 Hunde

Unter der Federführung des Verbandes für das Deutsche Hundewesen präsentieren sich insgesamt 28 Vereine mit 800 Hunden von 50 Rassen. Aus dieser Vielfalt werden unter anderem Beagle, Britischer Hütehund, Basset-Hound, Boxer, Chow- Chow, Cavalier-King-Charles-Spaniel, Dalmatiner, Dogge, Eurasier, Jagdspaniel, Foxterrier, Französiche Bulldogge, Leonberger, Pinscher-Schnauzer, Papillon, Pudel, Retriever, Spaniel, Schäferhund, Schweizer Sennehund, Spitz, Teckel, Ungarische Hirtenhund, Windhund und Yorckshire-Terrier vorgestellt. Bei dem Verband für das deutsche Hundewesen geht es während der gesamten Messelaufzeit aktionsreich zu. Das abwechselungsreiche Programm beinhaltet Rassehundevorstellungen, Hundepflege, Gehorsamsübungen, Bewegungsprogramme mit Dog Dancing, Flyball und Frisbee, akrobatische Kunststücke sowie Demonstrationen mit Rettungshunden an den Wochenenden. Besonderer Augenmerk gilt dabei dem Leonberger. Er wird seinem Namen mit der Bedeutung „Löwenberg“ aufgrund seiner Herkunft und seines äußeren Erscheinungsbildes gerecht. 1846 wurde der erste Leonberger in Baden Württemberg von Heinrich Essig gezüchtet. Als Kreuzung zwischen Landseer, Bernhardiner und einem weißen Hirtenhund aus den Pyrenäen entstand eine Hunderasse, die dem Löwen auf dem Stadtwappen ähnlich sah. Der Leonberger war Weggefährte vieler Könige und Kaiser wie der Kaiserin Elisabeth (Sissi), von Fürsten und berühmten Persönlichkeiten wie Bismarck. Der stattliche, majestätisch anmutende Rassehund ist mit seiner Größe von bis zu 80 Zentimetern ein unbestechlicher Schutz-, Wach- und Begleithund.

Außergewöhnliche Ratten

Die Interessengemeinschaft (IG) Farbratten stellt ihre Nager in vielen Farbschlägen vor. Havanna, Topaz, Mink, Blesed, Russisch und Englisch Blau sind nur einige Bezeichnungen der zahlreichen Farbvarianten. Diese sind auch bei Dumboratten oder den Satinratten zu finden, welche ihren Namen von dem besonders weichen Fell und dessen ausgeprägten Schimmer haben. Die Farbzeichnung der Satinratten wirkt mitunter gesprenkelt. Ebenfalls sind Black Eyed Siamesen sowie Burmesen zu betrachten, die es beide erst seit kurzem in Deutschland gibt. Burmesen sind hell- oder dunkelbraun und tragen an der Nase und am Schwanzansatz dunkle Punkte. Bei der Black Eyed Siamese können diese Punkte auch in Seal, Mink oder Blue auftreten.

Faszinierende Wasserwelten und Terrarienlandschaften

Mit 120 Aquarien, acht Reptilienbecken und einer zwei Meter hohen Terrarienlandschaft mit seltenen Käferarten präsentiert der Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde e.V. eine abwechslungsreiche Erlebniswelt auf der Heim-Tier & Pflanze. Alle exotischen und beliebten Arten von Zierfischen aus Asien, Nord- und Zentralamerika sowie Südafrika tummeln sich hier in ihren bunt schillernden Biotopen. Dazu zählen Cichlide (Buntbarsche), Zahnkarpfen, Black Molly, Diskusfische und der wegen seiner Fortpflanzungsfreudigkeit auch „Millionenfisch“ genannte Guppy. Insgesamt 30 Nano-Aquarien von zehn bis 30 Litern zeigen faszinierende Wasserwelten im Kleinformat. Die so genannte Nano-Aquaristik beherbergt farbenprächtige Wirbellose Tiere, die durch ihre bizarre Gestalt, fantastische Farben oder Zeichnungen faszinieren. Dazu zählen kristallrote Bienengarnelen, auch als „Crystal Red“ bekannt. Sie gilt als Königin der Zwerggarnelen und ist mit ihrem leuchtend roten Farbkleid nicht zu übersehen. Ebenfalls gilt es die leuchtend orange Hummelgarnele, die Red Fire Garnele, die blaue Tigergarnele oder die transparente Weißperlen-Garnele zu bestaunen. Ausgestellt ist weiterhin eine der schönsten Süßwassergarnelen der Gattung Caridina, die Kardinalsgarnele. Einige Aquarien zeigen Krebse aus Australien und Amerika, lebende Korallentiere wie Scheiben- und Krustenanemonen, verschiedene Weich- und Lederkorallen sowie Gorgonien. Stammgäste auf der HTP sind verschiedene Vogelspinnenarten aus den Tropen und Subtropen, Leguane, Nattern, europäische Landschildkröten und Sumpfschildkröten.

Auf Exkursion durch die Vivaristik

Als Vivaristik bezeichnet man die Haltung und Zucht von Tieren in einem künstlich geschaffenen Lebensraum, der dem natürlichen sehr nahe kommt. Seit 120 Jahren beschäftigt sich die Triton Gesellschaft für Vivarienkunde 1888 e.V. mit der Geschichte der Vivaristik. Sie zeigt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und dem Privaten Museum für Tierkunde Berlin beispielsweise Riesengespenstschrecken. Von den Gespenstschrecken sind mehr als 3.400 Arten bekannt, allein 900 wurden davon im 21 Jahrhundert neu entdeckt. Unter anderem fallen in diese Kategorie Wandelnde Blätter, die Orchidenmantis genannte Gottesanbeterin, die sich einer Blüte anpasst, oder die Wandelnde Geige, die wie ein zerfressenes, dürres Blatt aussieht und mit breitem Hinterteil und stilartigem Thorax einer Geige ähnelt. Auch Stabschrecken, Schnurfüßer, eine Vielzahl tropischer Käferarten oder Schildkröten sind hier zu sehen.

Antwerpener Bartzwerge und Altholländische Kapuziner

Im Mittelpunkt der Rassegeflügel-Präsentation stehen Großvolieren mit Holländischen Zwerghühnern und Rassetauben, die der Landesverband der Rassegeflügelzüchter Berlin und Brandenburg ausstellt. Der Antwerpener Bartzwerg, auch als Urzwergrasse bezeichnet, existiert seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die aus Belgien stammende Haushuhnrasse umfasst mehr als 21 Farbschläge. Ungewöhnlich sind dabei die Wachtelfarbigen. Bei den Rassetauben stehen die Altholländischen Kapuziner Tauben im Mittelpunkt. Die Tauben wurden wegen ihres Äußeren nach den Kapuziner-Mönchen benannt. Schon im 15. Jahrhundert durch Seefahrer aus Bombay eingeführt, gehören sie zu den ältesten Taubenrassen. Seit 1661 werden sie nachweislich in Holland gezüchtet.


 


 

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