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Ernte Brandenburg

Weniger Getreide in Brandenburg geerntet

Von Brandenburgs Feldern werden in diesem Jahr mit voraussichtlich 2,3 Millionen Tonnen Getreide (ohne Körnermais) 4 Prozent weniger als der sechsjährige Durchschnitt (2003 bis 2008) geerntet. Das teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg als amtliches Ergebnis der ersten Ertragsschätzungen repräsentativ ausgewählter Betriebe mit.

Die geringere Erntemenge bei Getreide ist auf die große Trockenheit im
Frühjahr und die teils starken Regenfälle der letzten Wochen zurückzuführen.
Im Landesmittel entsprechen die 2,3 Millionen Tonnen Getreide einem Ertrag von
44,1 Dezitonnen je Hektar (dt/ha). Der Wert liegt damit um 2,8 dt/ha unter dem
Durchschnitt der letzten sechs Jahre (2003 bis 2008). Gegenüber 2008 verringert
sich der Hektarertrag um 12 Prozent.

Bei dem im Anbau dominierenden Roggen (224 700 Hektar) wird mit einem Ertrag
von 35,3 dt/ha gerechnet (2008: 41,1 dt/ha).
Die Ertragsschätzungen bei der zweitwichtigsten Getreideart Brandenburgs, dem
Winterweizen (141 300 Hektar), liegen bei 57,9 dt/ha (2008: 66,4 dt/ha).
Ein Ertragsrückgang um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr wird bei Wintergerste
erwartet. Von dieser Getreideart werden voraussichtlich 49,3 dt/ha gedroschen.
Bei den Sommergetreidearten Hafer und Sommergerste wird derzeit von höheren Erträgen als im Jahr 2008 ausgegangen. Der Ertrag der Sommergerste wird sich auf
rund 31,2 dt/ha belaufen (2008: 22,2 dt/ha) und der von Hafer 29,5 dt/ha (2008:
22,4 dt/ha).

Der Ertrag von Winterraps wird mit 30,1 dt/ha geringer als im Vorjahr ausfallen (2008:
35,5 dt/ha). Trotz der vorläufigen Winterrapsanbaufläche von 130 700 Hektar, die
gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent stieg, sinkt die Erntemenge dieser Ölfrucht auf
393 300 Tonnen (–9 Prozent). Die Ertragseinbußen bei Winterraps sind ebenfalls mit
der großen Trockenheit im Monat April zu erklären.
Die ersten Ergebnisse beruhen ausschließlich auf Schätzungen der Ernte- und Betriebsberichterstatter von Ende Juni 2009. Diese können in Abhängigkeit vom Witterungsverlauf bis zur Ernte und nach Vorliegen der Ergebnisse der gewogenen Erträge mehr oder weniger vom endgültigen Ergebnis abweichen.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

(Redaktion)


 


 

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