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  • 19.03.2018, 16:46 Uhr
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  • Berlin
WIRTSCHAFT / BILDUNG

Auf der Bitkom Bildungskonferenz diskutierten Top-Speaker die digitale Bildungsreformation und fordern Verdopplung der Lehrer

Die Bildungskonferenz der Bitkom am 19. März brachte in Berlin mehr als 200 Teilnehmer aus Politik, Bildungspraxis, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um über die Bildung der Zukunft zu diskutieren.

Im Februar 2018 wurde eine repräsentative Umfrage vom Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbades Bitkom durchgeführt, bei der 1.012 Personen in Deutschland ab 16 Jahren befragt wurden bezüglich des Einsatzes digitaler Technologien und Medien im Bildungsbereich. Bitkom-Präsident Achim Berg präsentierte auf der heutigen Bildungskongferenz die Ergebnisse und kommentierte die Umfrage im Rahmen der Bitkom Bildungskonferenz in Berlin: „Ich habe selten in meiner Karriere auch als Präsident oder Vize Präsident so deutliche Zahlen gesehen.“ 90 Prozent der Befragten gaben an, dass der Bund die Möglichkeit bekommen soll, Schulen finanziell zu unterstützen. 84 Prozent finden, dass die digitale Kompetenz im Schulunterricht einen höheren Stellenwert genießen soll und genauso viele sind der Meinung, dass Schulen den Schülern die Fähigkeit vermitteln sollen sich sicher in sozialen Netzwerken und im Internet zu bewegen. 61 Prozent möchten, dass Schulen Programmieren so selbstverständlich vermitteln soll wie Rechnen oder Schreiben. Der Studie zufolge sind als die meisten Bürger der Auffassung, dass digitale Medien und Inhalte in den Schulen deutlich stärker zum Einsatz kommen sollen. „Für Schüler sind digitale Medien längst Alltag, viele Schulen sind aber noch immer analoge Inseln. Kinder und Jugendliche müssen in der Schule Digitalkompetenz erwerben. Nicht jeder kann und muss später Programmierer werden, aber alle sollten wissen, wie digitale Technologien funktionieren, wie man sie einsetzt und gestaltet“, so Berg.

2018 jährt sich die Bildungskonferenz zum zweiten Mal

Auf der Bildungskonferenz der Bitkom, wurden diese Themen in Podiumsdiskussionen, Talks und einem Workshop ebenfalls besprochen und diskutiert. Dabei waren mehr als 200 Teilnehmer aus Politik, Bildungspraxis, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Berlin versammelt, um sich über die Bildung der Zukunft und die digitale Bildungsrevolution auszutauschen. Die Themen der Podiumsdiskussionen reichten von Smart Schools und der digitalen Kompetenzen für die Berufe der Zukunft über die digitale Bildung als Geschäftsmodell. Auch der digitale Bildungsauftrag der neuen Regierung und die dazu festgelegten Maßnahmen im Koalitionsvertrag wurden in einem "Policy Pitch" (dieses Mal pitchten nicht die Startups, sondern die Politiker) thematisiert. Der IT-Branchenverband Bitkom warbtnicht nur dafür, dass der milliardenschwere Digitalpakt zur Infrastrukturaufrüstung von Schulen endlich greift. Er will auch viel mehr Lehrer eingesetzt wissen.

Berg gab sich erleichtert, dass die digitale Bildung auch auf der Agenda der Parteien steht und sich auch im aktuellen Koalitionsvertrag widerspiegelt, denn es sei die Aufgabe der Politik den Menschen und den Schülern das Rüstzeug für die Zukunft zu geben, die sie in der digitalen Welt bräuchten. Allerdings betonte er auch gleichzeitig die Dringlichkeit einer zügigen Umsetzung des bereits seit Jahren geforderten Digitalpakts für Schulen: „Wenn wir heute etwas tun, sieht man das Ergebnis in 10, 20 Jahren. Der Druck ist massiv.“ Zu den Top Speakern der Veranstaltung gehören unter anderem Christian Lindner (Fraktionsvorsitzender der FDP im Bundestag und Bundesvorsitzender der FDP), Cornelia Quennet-Thielen (Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung), Udo Michallik (Generalsekretär der Kultusministerkonferenz), Dr. Elke Frank (Senior Vice President HR Development, Deutsche Telekom), Doris Albiez, (Senior Vice President & Geschäftsführerin, Dell EMC Deutschland Commercial) und Patrick Hypscher (Gründer & Geschäftsführer von Skill Hero).

Bundesweit werden Schulen als Smart Schools ausgezeichnet

Anlässlich der Bildungskonferenz wurden von der Bitkom 16 Schulen aus ganz Deutschland als Smart School prämiert. Diese wurden innerhalb eines Wettbewerbes um die Auszeichnung als Smart School ausgewählt, bei dem sich mehr als 60 Schulen aus 12 Bundeländern beworben hatten. Bewertet wurden die besten Konzepte und Projekte zur Digitalisierung von Schule und Unterricht. Auch eine Berliner Schule, das John-Lennon-Gymnasium, befand sich unter den Gewinnern. Belohnt wurden die Schulen durch die Aufnahme in ein Smart-School Netzwerk und die Unterstützung eines breiten Bündnisses aus namenhaften Unternehmen wie Dell und Deutsche Telekom. Bei der Auszeichnung ging es nicht um eine materielle Belohnung, sondern in erster Linie um die Vernetzung der Smart Schools und die Sichtbarmachung herausragender Initiativen mit Vorbildcharakter für andere Schulen. Mehr Informationen zu www.smart-school.de

Zur Bitkom: die Bitkom vertritt mehr als 2500 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1700 Direktmiglieder. Sie erzielen allein mit IT-und Telekommunikationsleistungen jährliche Umsätze von 190 Milliarden Euro. Sie beschäftigen in Deutschland mehr als 2 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu den Mitgliedern zählen 1000 Mittelständler und mehr als 400 Start-Ups.

(Redaktion)


 

 

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