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  • 18.01.2019, 10:00 Uhr
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WIRTSCHAFT

Internationaler Vergleich: Deutsche Gründer sehen gute Chancen am Markt

Noch nie haben mehr Menschen in Deutschland gegründet, um Marktchancen auszunutzen. Welche Länder in dieser Statistik noch besser abschneiden, hat das RKW Kompetenzzentrum analysiert.

In Deutschland gründen aktuell mehr Menschen Unternehmen, um Marktchancen zu nutzen, als jemals zuvor. Das geht aus dem aktuellen Global Entrepreneurship Monitor (GEM) hervor, für den das RKW Kompetenzzentrum (www.rkw-kompetenzzentrum.de) in Deutschland gemeinsam mit dem Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leibniz Universität Hannover Daten erhoben und ausgewertet hat.

Deutschland im Europa-Vergleich auf Platz 6, weltweit auf Rang 18

Demnach liegt der Anteil an Chancengründern in Deutschland aktuell bei 79 Prozent. Weltweit belegt Deutschland damit Platz 18, im Europa-Vergleich sogar Platz 6. Das Verhältnis zu Gründungen aus Mangel an Erwerbsalternativen beträgt hierzulande sieben zu eins.

Diese Länder verzeichnen den höchsten Anteil an Chancengründern
Der Studie zufolge beträgt die internationale Chancengründer-Quote im Durchschnitt 74 Prozent. Mit einem Anteil von 90,2 Prozent weist Polen die meisten Chancengründungen auf. Malaysia belegt mit 89,3 Prozent Platz zwei. Es folgt Thailand mit einer Quote von 86,8 Prozent.

Inder gründen am seltensten, weil sich eine Marktchance bietet

Mit Abstand am wenigsten Chancengründer gibt es hingegen in Indien (39,1 Prozent). Auch in Ägypten entscheiden sich mit 53,5 Prozent vergleichsweise wenig Selbstständige wegen einer konkreten Chance für eine Gründung. Den drittletzten Rang belegt Ecuador mit einer Quote von 57,3 Prozent, die Slowakei schneidet europaweit am schlechtesten ab (61,4 Prozent). Aber auch in großen Wirtschaftsnationen wie China (66 Prozent) oder Spanien (68,5 Prozent) gibt es nur unterdurchschnittlich viele Chancengründer.

Dr. Natalia Gorynia-Pfeffer, Projektleiterin des RKW Kompetenzzentrums, kommentiert die Analyse: “In nur wenig Ländern der Welt gründen Unternehmer häufiger, um eine Chance am Markt auszunutzen, als in Deutschland. Dennoch liegt die Gründerquote hierzulande weit unter dem internationalen Durchschnitt. Damit zukünftig noch mehr Deutsche ein Unternehmen gründen, Marktchancen nutzen, Arbeitsplätze schaffen und die Wirtschaft fördern, bedarf es daher noch weiterer Förderungsmaßnahmen. Ein einfacherer Zugang zu Wagniskapital könnte beispielsweise zu mehr Unternehmertum führen und auch die gezielte Förderung von Migranten ergibt vor diesem Hintergrund Sinn. Diese gründen nicht nur deutlich häufiger als Deutsche, sondern sind auch trotz Sprachbarriere und weiterer Hürden in 75 Prozent der Fälle Chancengründer.”

(Redaktion)


 

 

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