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  • 26.04.2018, 12:15 Uhr
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WIRTSCHAFT / KARRIERE

Frauenpower und Powerfrauen auf dem Girls'Day 2018

In einer Tischlerei, einem Forschungslabor oder einer IT-Firma - am heutigen Girls'Day haben Mädchen ab der fünften Klasse bundesweit die Chance Berufe kennenzulernen, in denen bisher nur wenige Frauen arbeiten.

Parallel zum Girls'Day findet der Boys'Day, Jungen-Zukunftstag statt, zur Erkundung von Berufsfeldern mit einem Männeranteil unter 40 Prozent. Teilnehmende Schüler messen am Boys'Day beispielsweise Blutdruck im Krankenhaus, begleiten Erzieher in der Kita oder besuchen einen Workshop zum Thema Rollenbilder und Lebensplanung. Die wissenschaftliche Begleitung zeigt, dass die Aktionstage wirken: Mehr als 50 Prozent der befragten Mädchen gaben nach vergangenen Mädchen-Zukunftstagen einen Wunschberuf an, in dem eher selten Frauen tätig sind. 18 Prozent mehr als noch davor. Auch bei den Jungen ändert sich die Einstellung zu vornehmlich weiblich besetzten Berufen. Bei ihnen stieg der Anteil der Nennung von Wunschberufen, in denen eher wenige Männer arbeiten auf 43 Prozent – ein Zuwachs von 14 Prozent.

So ist der Girls'Day in Berlin

Ob Mädchen auf Baustellen oder in IT-Unternehmen oder Jungen in Kindertagesstätten oder Kliniken – das Klassenzimmer gegen einen Tag Berufspraxis einzutauschen, hat Tradition. Basierend auf dem Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung sind der Girls'Day und Boys'Day Maßnahmen, die faire Chancen in der beruflichen Entwicklung fordern und fördern. Zahlreiche Politikerinnen und Politiker unterstützen die Aktionen: Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte bereits am Mittwoch im Kanzleramt 24 Schülerinnen, um sie für technische Berufe und Studiengänge zu begeistern. Bereits zum 17. Mal veranstaltet die Initiative D21, ein Berliner Verein der sich mit der digitalen Gesellschaft auseinandersetzt in Kooperation mit dem Bundeskanzleramt die Auftaktveranstaltung des Girls'Day. Auch Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey nahm in Berlin an drei Veranstaltungen teil und warb für eine Berufswahl ganz ohne Geschlechterklischees. Die Mädchen können in der Hauptstadt unerschiedlichste Angebote wahrnehmen und einen Blick hinter die Kulissen beispielsweise beim Fußballverein Hertha BSC werfen, bei der BVG oder bei der Berliner Polizei. Im letzten Jahr war besonders die IT-Branche und auch Unternehmen aus Technik und Technologie bei den Veranstaltungen in Berlin beliebt.

MINT-Fächer wichtig für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands 

Der Girls'Day möchte den Stellenwert der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in der Berufswahl von Mädchen und jungen Frauen stärken. Er weist auf die noch immer ungleiche Verteilung in diesem Feld zwischen Mädchen und Jungen hin. Auch im Koalitionsvertrag legte die neue Bundesregierung fest, die Potenziale von Mädchen und Frauen im MINT-Bereich besonders stärken zu wollen. "Wir brauchen dringend guten Nachwuchs und dabei tatkräftige Unterstützung der jungen Mädchen. Sie haben gute technische Grundlagen, nun gilt es, sie in ihren Fähigkeiten weiter zu fördern und für neue Perspektiven zu begeistern. Denn mit ihren Digitalkompetenzen stehen ihnen alle Möglichkeiten offen, sich beruflich zu orientieren. Insgesamt kann eine gute, digitale Bildung zu besserer Chancengleichheit beitragen", so Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21.

Das Projekt Girls'Day zeigt Wirkung

Inzwischen ist fast jede dritte Studierende in einem MINT-Studienfach weiblich, der Anteil der Studentinnen im Fachbereich Informatik erhöhte sich seit 2001 kontinuierlich von damals rund 19 auf heute über 25 Prozent. Auch Unternehmen und Organisationen haben die Relevanz des weiblichen MINT-Nachwuchses erkannt: Immer mehr Institutionen setzen sich aktiv für die Förderung von Frauen in MINT-Berufen ein. Mittlerweile stellen knapp 7.000 Unternehmen und Organisationen über 10.000 Angebote zum Mädchenzukunftstag bereit und zeigen Mädchen ab Klasse 5 Berufe aus Technik, Handwerk, IT, Naturwissenschaften sowie der Industrie und ermöglichen Begegnungen mit weiblichen Vorbildern.

(Redaktion)


 

 

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