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  • 15.03.2018, 13:24 Uhr
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  • Berlin
WIRTSCHAFT / WELTVERBRAUCHERTAG

Weltverbrauchertag am 15. März: Ihre Energie – unsere Erfahrung

Verbraucherzentrale Berlin informierte heute auf dem Wittenbergplatz über Verbraucherrechte und untergeschobene Verträge im Energiemarkt. Marktwächter Energie sammelt Beschwerden zu ungewolltem Strom- und Gasanbieterwechsel.

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher machen unangenehme Erfahrungen mit Vertretern von Strom- und Gasanbietern am Telefon und an der Wohnungstür: Sie werden von einem Vertreter überrascht und in ein Verkaufsgespräch zum Anbieterwechsel verwickelt. „Auch Verbraucher, die eigentlich mit ihrem Vertrag zufrieden sind und keinen neuen Vertrag abschließen möchten, berichten, dass sie im Anschluss an ein Telefongespräch eine Vertragsbestätigung erhalten, obwohl sie nur die Zusendung eines unverbindlichen Angebots angefordert haben“, so Fabian Tief, Energierechtsexperte der Verbraucherzentrale Berlin, der im Rahmen des Marktwächters Energie den Strom- und Gasmarkt untersucht. Andere haben aufgrund der Überredungskünste des Vertreters den Überblick verloren und ohne weitere Prüfung einen neuen Vertrag unterschrieben. Erst im Beratungsgespräch stellt sich dann heraus, ob die Konditionen des neuen Vertrages wirklich die erhofften Einsparungen bringen können. Im schlimmsten Fall sind die Konditionen des neuen Vertrages schlechter als die Bedingungen des alten Vertrages. Die Verbraucherzentrale rät daher Verbrauchern, vor Abschluss eines Strom- oder Gasvertrages die aktuellen Vertragskonditionen mit den Konditionen des neuen Angebotes zu vergleichen. Gerade Strom- und Gaslieferverträge sind häufig komplex. Vertragserklärungen sollten daher nicht übereilt am Telefon oder an der Haustür abgegeben werden. Verbraucher können sich vor einem ungewollten Anbieterwechsel häufig schützen, indem sie Namen, Kunden- und Zählernummer bei Anfragen nicht vorschnell preisgeben.

Marktwächter Energie sammelt Beschwerden zu ungewolltem Strom- und Gasanbieterwechsel

Beschwerden aus dem Bereich Energie leiten die Verbraucherzentralen an den Marktwächter Energie weiter. „Wir werten die Fälle aus den Beratungen aller Bundesländer aus, können so Missstände im Energiemarkt früh erkennen und Verbraucher rechtzeitig warnen“, erklärt Svenja Gesemann vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Projektleiterin des Energiemarktwächters. Wer Probleme beim Strom- oder Gasanbieterwechsel hat, kann diese den Marktwächtern direkt über das Beschwerdeformular oder den Verbraucheraufruf melden und sich bei der Energierechtsberatung der Verbraucherzentrale Berlin beraten lassen.

Die Marktwächter sind in Deutschland zu einer wichtigen Instanz bei der Beobachtung von Fehlentwicklungen in den Märkten wie Energie, Finanzen und Digitales geworden. Die ersten Erfahrungen des im Aufbau befindlichen Marktwächters Energie zeigen, dass es dringend nötig war, auch im Energiebereich eine solche Marktbeobachtung einzuführen. Damit Fehlentwicklungen früh erkannt werden, müssen wir von den Problemen der Bürgerinnen und Bürger wissen. Dadurch können wir früh reagieren und für alle Verbraucherinnen und Verbraucher etwas bewirken", so Ulrich Kelber, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz.

(Redaktion)


 

 

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