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Wohnraum Berlin

Wohnungsbau-Projekt am Mauerpark bekommt neuen Planer

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Die Berliner Groth Gruppe übernimmt das 3,5 Hektar große Areal am Mauerpark von der CA Immo. An der Grenze zwischen Mitte und Prenzlauer Berg sollten knapp 600 Wohnungen entstehen. Pankower Bürgerinitiative setzt sich für Erhalt des Grünstreifens an der ehemaligen Grenze ein.

Berlin braucht neue Wohnungen. Die Einwohnerzahl der Hauptstadt steigt stetig. Und Luxussanierungen sowie Mieterhöhungen in den beliebten Szene-Bezirken verdrängen viele Berliner in äußeren Stadtteile, wo die Mieten noch halbwegs erschwinglich sind. Bezahlbarer Wohnraum wird knapp. Berlins Bausenator Michael Müller stellte kürzlich für das nächste Jahr den Baubeginn von bis zu 38.000 Wohnungen in Aussicht. An verschiedenen Standorten der Berliner Innenstadt soll gebaut werden. Noch dazu soll ein Großteil der Wohnungen zu Mietpreisen bewohnbar, die auch für sozial Schwächere erschwinglich sind.

Wohnungsbau-Projekt am Mauerpark

Seit längerem ist auch nördlich des Gleimtunnels am Mauerpark ein Wohnungsbau-Projekt geplant. Die Groth Gruppe, ein Berliner Projektentwickler, hat nun das dafür vorgesehene 3,5 Hektar große Grundstück von der CA Immo gekauft, berichtet die Berliner Morgenpost. Dass auf dem Gelände ein neues Wohnquartier entstehen soll, ist Bestandteil eines Vertrages, den die CA Immo bereits im Sommer 2012 mit dem Land Berlin und dem Bezirksamt Mitte abgeschlossen hat. Nach dem Verkauf an die Groth Gruppe solle sich an den Plänen für den Bau neuer Wohnungen allerdings nichts ändern, betont Firmenchef Klaus Groth.

"Freunde des Mauerparks" wollen erhalt des Grünstreifens

Der Grund für die Veräußerung der Baufläche durch die CA Immo an die Groth Gruppe ist nicht klar. Sicher ist nur, dass sich seit Beginn der Bauplanung auch eine Vielzahl Stimmen gegen das Projekt aussprechen. So setzen sich beispielsweise vor allem die Anwohner schon seit knapp zwei Jahrzehnten erfolgreich dafür ein, dass der Mauerpark in seinem bisherigen Zustand erhalten bleibt. Die Pankower Bürgerinitiative „Freunde des Mauerparks“ setzt sich insbesondere dafür ein, dass der Grünstreifen, der sich an der ehemaligen Grenze entlang zieht, nicht eingeengt wird.

Der Vertrag, in dem das Bauprojekt geregelt ist, sieht vor, dass der Mauerpark schrittweise von acht auf fünfzehn Hektar erweitert wird. Die Erweiterung ist an der Grenze zwischen Mitte und Prenzlauer Berg geplant. Die Groth Gruppe wolle nun das bisherige Konzept nach eigenen Vorstellungen qualifizieren, erklärt Klaus Groth. Der neue Projektplaner will unter anderem die Innenhöfe der Häuser etwas größer dimensionieren. Statt der von der CA Immo geplanten 600 Wohnungen würden durch diese Veränderung jedoch weitaus weniger Quartiere entstehen. Laut Groth würden seit dieser Woche vier Architekten daran arbeiten, die Qualität der Wohnungsplanung zu verbessern. Sobald die Überarbeitung der Planung abgeschlossen sei, wolle man sich auch mit den unterschiedlichen Interessengruppen zusammenfinden und das weitere Vorgehen besprechen.

Bezahlbare Mieten?

Zur Höhe der Miete konnten die Planer noch keine konkreten Angaben machen. In wie weit also der neue Wohnraum, der bis zum Jahr 2017 am Mauerpark entstehen soll, mit sozial verträglichen Mietpreisen einhergeht bleibt abzuwarten. Für die Umsetzung der Baupläne sieht die Groth Gruppe eine Investition in Höhe von 150 Millionen Euro vor.

(Norman Schönfeld)



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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Antje Thoms / pixelio.de


 

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