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GTIV e.V. fordert Kultur der 2. Chance

Wolfgang Rogalski: „Deutschland braucht jetzt alle Kraft der Tüchtigen!"

Die Bedeutung der Existenzgründer für unser Land ist unbestritten. Zahlreiche Förderprogramme und Unterstützungsmaßnahmen erleichtern ihnen den Weg in die Selbständigkeit.

Doch was ist mit den hochmotivierten Gründern, deren erstes Vorhaben scheiterte, weil die Finanzierung letztendlich nicht funktionierte? Oder unerwartete Konkurrenten auftraten oder handfeste Fehler in der Unternehmensführung die junge Firma in unsichere Fahrwasser führten? GTIV-Vizepräsident Wolfgang Rogalski plädiert angesichts der gegenwärtigen Wirtschafts- und Sinnkrise für eine „Kultur der 2. Chance“ zur Wiedererweckung des Unternehmergeistes und fordert eine Ende der Stigmatisierung:

„Wer den Schritt ins Unternehmertum fördern und erleichtern will, muss sich auch mit denjenigen auseinandersetzen, die einen ersten Versuch mit oftmals gravierenden persönlichen Folgen nicht erfolgreich bewältigt haben. Für diese Personen ist der Weg zurück in ein erfülltes und erfolgreiches Erwerbsleben bislang verbaut bzw. stark erschwert. “ Negative Kredit- und sonstige Auskünfte (z.B. Schufa, Creditreform, AVAD...), unterbrochene oder unvollständige Biografien schlössen auch qualifizierte und engagierte Menschen von befriedigenden
Arbeitsverhältnissen aus. Oft bleibe dann nur der Weg in den Niedriglohnsektor, die Schwarzarbeit oder die sozialen Unterstützungssyteme. Dadurch werde gerade jetzt dringend benötigtes wertvolles Potenzial verschwendet und die Folgen müssten von der Solidargemeinschaft getragen werden, kritisiert Rogalski.

Es gelte, die Chancen für den zweiten Anlauf, für den Neustart ins Erwerbsleben, zu verbessern, um einer wachsenden Ungleichbehandlung der Menschen mit „Patchwork-Biografien“ entgegenzuwirken und das rasche Abschmelzen
der beruflichen Mittelschicht einzudämmen. Denn eine gesunde Gesellschaft brauche neben den Gutverdienenden auch einen erfolgreichen Mittelstand. Es gehe darum, das in der Gesellschaft und bei den wirtschaftlichen Akteuren vorhandene Bild des Neustarters zu verbessern.

Zur Beseitigung dieser Ungleichheiten und Diskriminierungen setzt sich Rogalski für die Errichtung eines thematischen Netzwerkes ein, das wesentliche Teile der im Gründermarkt tätigen Akteure vernetzt, die Öffentlichkeit für diese Problematik sensibilisiert und eine breite Akzeptanz für Vertreter der Zielgruppe schafft. Weiterhin sollen die Chancen auf gleichberechtigte Teilhabe am Erwerbsleben durch innovative Methoden der Gründerqualifizierung und -betreuung sowie durch effektive Kooperations- und Netzwerkmodelle verbessert
werden.

Die Gesellschaft für Transfer Immateriellen Vermögens (GTIV e.V.) hat sich die Aufgabe gestellt, durch interdisziplinäre Erforschung der Bewertung, der Nutzung, der Bewahrung und der Weitergabe immaterieller Vermögenswerte, insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen am Standort Deutschland, zur erfolgreichen Weiterführung ihres Betriebes zu verhelfen und somit die unternehmerische Kultur und die Wirtschaftskraft in Deutschland zu stärken.

(Redaktion)


 


 

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