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  • 21.02.2019, 08:20 Uhr
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Zahlungsverkehr

Studie: Jeder fünfte Deutsche bezahlt kontaktlos

Bereits 20 Prozent der Bundesbürger nutzen heute Mobile Payment für bargeld- und kontaktlose Bezahlung. Das sind sieben Prozent mehr als 2015, wie eine Postbankstudie von 2018 ergab.

Die Deutschen setzen noch immer stark auf Bargeld. Das ist das Ergebnis einer aktuellen TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank. Laut Mitteilung zeigte sich, dass die Bundesbürger Beträge bis zu 226 Euro bevorzugt mit Münzen und Scheinen bezahlen. 13 Prozent, also etwa jeder achte Befragte, zahlt ausschließlich in bar – von den über 60-Jährigen mit 19 Prozent sogar knapp jeder Fünfte.

Dennoch lösen digitale Zahlungsmethoden die Barzahlung immer mehr ab, ergab die repräsentative Postbank-Digitalstudie „Der digitale Deutsche und das Geld“. Hierzu wurden im Februar und März letzten Jahres 3.100 Menschen ab 18 Jahren online befragt. Die Auswertung zeigte, dass heute bereits 20 Prozent der Deutschen kontaktlos zahlen. 2015 waren es nur 13 Prozent. Weitere 19 Prozent wollen es in Zukunft auszuprobieren.

Übertragung per NFC-Funktechnologie

Die Technik, die hinter dieser Zahlmethode steckt, nennt sich Nahfeldkommunikation. Der englische Begriff lautet „Near-Field-Communication“, kurz: NFC. Das ist ein Funkstandard, mit dem neue Bank- und Kreditkarten ausgestattet sind. Wer kontaktlos bezahlt, muss seine Karte nicht mehr in das Bezahlterminal stecken, sondern hält sie dicht vor das Kartenlesegerät.

Bei Geldbeträgen von unter 25 Euro werden in der Regel weder Unterschrift noch PIN abgefragt. Auf diese Weise laufe die Bezahlung im Durchschnitt doppelt so schnell ab wie mit konventionellen Zahlmethoden, teilt die Postbank unter Berufung auf das EHI Retail Institute mit.

Kontaktloses Bezahlen funktioniert auch mit dem Smartphone. Dazu benötigt man ein NFC-fähiges Gerät und eine entsprechende App. Die Finanzassistent-App der Postbank bietet zum Beispiel die Möglichkeit, seine Kreditkarte für das kontaktlose Bezahlen via Smartphone freizuschalten. So können Nutzer weltweit mit ihrem mobilen Gerät bezahlen, während die Kreditkarte zu Hause verwahrt wird.

Standard ab 2020 verpflichtend für Händler

„Das macht bargeldloses Bezahlen noch sicherer“, sagt Martina Brand, Postbank-Expertin für das Kartengeschäft. „Auf dem Smartphone werden die Kreditkartendaten nicht direkt gespeichert, sodass sie auch im Falle eines Diebstahls geschützt sind.“ Heute bieten noch nicht alle Händler NFC-fähige Zahlungsterminals an, bis 2020 müssen allerdings alle Kassenterminals in Europa auf den neuen Standard umgestellt sein.

(Redaktion)


 


 

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