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Coach Robert Heeß

Zeigen Sie Persönlichkeit! Gegen das "Deutsche Neutralitätsgebot" zu verstoßen, eröffnet Chancen

These 1: Beste Qualität und hervorragender Service sind selbstverständlich. Die Persönlichkeit macht den Unterschied. Immer!

Ob Sie als Freiberufler unterwegs sind oder in einem großen Unternehmen Verantwortung tragen: Wie Sie sind, entscheidet. Ihre Art. Ihr Wesen. Wie Sie mit Menschen umgehen. Wie Sie kommunizieren. Wie Sie wirken. Folglich geht es darum, Kunden - respektive Arbeitgeber - zu finden, die genau zu dieser Ihrer Art passen. Dann fällt das Miteinander reden leicht, man versteht sich, es fließt.

Für uns Deutsche mit all unserer traditionsreichen Korrektheit scheint es eine besondere Herausforderung zu sein, öffentlich zu machen, wie und wer wir sind. In Bewerbungen, in Präsentationsmappen, auf Webseiten. Wir mögen es lieber sachlich denn persönlich. Coach und Buchautor Giso Weyand bezeichnet dieses Phänomen treffsicher als "Deutsches Neutralitätsgebot". Wer wagt schon, die Krawatte zu lockern, im Geschäftsleben stärker auf die Beziehung zu setzen und damit als Mensch sichtbarer zu sein? Die breite Mehrheit versteckt sich. Das jedoch hat seinen Preis. Denn:

These 2: Neutrale und betont sachliche (Selbst-) Darstellungen oder Unternehmens-Präsentationen schaffen Austauschbarkeit.

Was so viel heißt wie verlorene Kunden. Verschenkte Chancen. Oder vertane Zeit. Dann nämlich, wenn man erst beim Kundenbesuch merkt, dass da was nicht zusammen passt. Mehr persönliche Information im Vorfeld hätte Sie im buchstäblichen Sinne bereichert: Ein deutlicheres Gefühl für den Menschen hinter dem Angebot hätte Sie überlegen lassen, ob sich ein Besuch wirklich lohnt.

Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein wichtiges Projekt voran­bringen und entschließen sich, das derzeitige Projektteam um einen jungen Ingenieur zu erweitern. Ihnen ist klar, dass dieser eine gewisse Sozialkompetenz mitbringen muss: Es hat bereits den ein oder anderen offenen Konflikt im Team gegeben, bei mindestens einem der Projektmitarbeiter liegen die Nerven immer wieder blank. Fachlich betrachtet kommen mehrere Bewerber für die Aufgabe in Frage.

Würde Sie in einer solchen Situation ein junger Mann interes­sieren, der in seinen Bewerbungsunterlagen Sätze schreibt wie: "Als Jugendlicher habe ich bemerkt, dass ich leicht wütend werde und wie sehr mich das in der Schule und auch in der Familie iso­liert. Deshalb begann ich damals, viel Sport zu treiben, um über­schüssige Energie in positive Bahnen zu lenken. Und Bücher zu lesen wie «Emotionale Intelligenz« oder «Wie man Freunde ge­winnt«. Diese Erfahrung hat mich nachhaltig geprägt, heute habe ich mein Temperament im Griff."

Oder mal angenommen, Sie suchen nach einem passenden Coach, weil Sie als Selbständige/r und Vater/Mutter an dem Thema Work-Life-Balance arbeiten wollen. Wen würden Sie anrufen, den Coach mit der nüchternen Aufzählung diverser Ausbildungen und Zertifikate oder den, der auf seiner Webseite auch das ein oder andere aus seinem Leben erzählt? Beispielsweise dass er begeisterter Vater ist?

Sagen Sie jetzt nicht: "Okay, bei einem Coach ist das Persönliche ja besonders wichtig, da kann man das machen. Aber nicht in meiner Branche!" Dem halte ich entgegen:


 


 

Robert Heeß
Marketing
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