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  • 09.04.2015, 12:15 Uhr
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  • Deutschland
Berufsleben

Umfrage: Jeder Zweite sorgt sich um seine Karriere

54 Prozent der Deutschen machen sich Sorgen, dass in ihrem Berufsleben nicht alles nach Plan verläuft. Mögliche Gründe sind eine schwache Konjunktur, Schicksalsschläge oder eigene Fehlentscheidungen. Aber es gibt Möglichkeiten, diese schwierigen Situationen zu entschärfen und persönliche Krisen vorzubeugen.

Das Marktforschungsunternehmen Toluna befragte 1.000 Bundesbürger im Auftrag der AachenMünchener Versicherungen. Jeder vierte Bundesbürger gab an, sich vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu fürchten, die ihrer Karriere ein Ende setzen könnten. Zwölf Prozent sorgen sich darum, dass sie einem Familienangehörigen helfen und dadurch einen beruflichen Nachteil in Kauf nehmen müssen.

Auch die Arbeitslosigkeit ist ein Gedanke, der den Deutschen durch den Kopf schwirrt. Im März 2015 gab es laut der Bundesagentur für Arbeit weniger als drei Millionen Arbeitslose, wodurch die Arbeitslosenquote bei 6,8 Prozent liegt.

Die Finanzkrise hat Menschen verängstigt

Auch wenn die Lage auf dem Arbeitsmarkt aktuell entspannt ist, hat die Finanzkrise, die im Jahr 2007 begann, die Menschen sichtlich gerüttelt. Sie verdeutlichte, wie abhängig einzelne Länder und ganze Kontinente voneinander sind. Dieser Effekt ist mit der Globalisierung verbunden, der nicht nur Vorteile mit sich bringt, sondern eben auch einen Nachteil: Wenn ein Markt leidet, leiden alle anderen mit ihm.

Ein Karriereknick ist für Menschen heutzutage ein großes Problem: Ihnen fehlen häufig Rücklagen, sodass er schnell die Existenz einer Familie bedrohen kann. Experten raten deshalb, für solche Situationen vorzusorgen, unabhängig davon, wie rosig der Arbeitsmarkt oder das eigene Verhältnis sein mag.

Arbeitskraftabsicherung für Berufstätige

Nur wenige Menschen machen sich Gedanken darüber, wie wertvoll die eigene Arbeitskraft ist. Eine Hochrechnung, wie viel ein Mensch in seinem Leben verdient, macht dies erst deutlich. Angenommen Hans Zimmermann arbeitet 50 Jahre lang und verdient im Laufe seines Lebens durchschnittlich 2.500 Euro: In seiner gesamten Karriere würde er 1,5 Millionen Euro erarbeitet haben.

Problematisch ist der Arbeitskraftverlust dann, wenn man auf ihn am meisten angewiesen ist. Das sind Bundesbürger, wenn sie mit dem Immobilienerwerb oder Hausbau beginnen. Angesichts der aktuell niedrigen Zinsen sind das viele Menschen. Einige von ihnen sehen den Immobilienkauf sogar als eine Möglichkeit, ihr Erspartes anzulegen. Doch der Immobilienerwerb oder Hausbau ist eine Verpflichtung für viele Jahre. In diesen Jahren können viele Dinge geschehen, die die Ratenzahlung behindern. Daher ist es ratsam, sich den großen Schritt gründlich zu überlegen. Zum Beispiel sollten die Raten so gewählt werden, dass der Ehepartner gegebenenfalls die Finanzierung alleine stemmen kann.

Erwerbstätige können sich schützen, indem sie sich passend versichern. Hier gibt es zwei Modelle:

  1. Erwerbungsfähigkeitsversicherung: Versicherungsnehmer zahlen einen regelmäßigen Beitrag. Sobald sie erwerbsunfähig werden, zahlt der Versicherer jeden Monat eine Erwerbsunfähigkeitsrente.
  2. Berufsunfähigkeitsversicherung: Das Prinzip ist dasselbe, wie bei der Erwerbungsfähigkeitsversicherung, jedoch gilt, es auch, wenn die Berufsunfähigkeit durch einen Unfall oder eine Krankheit eintritt.

Finanzielles Polster für Verdienstausfall vorbereiten

Abseits der genannten Versicherungen sollte jeder Bundesbürger ein finanzielles Polster besitzen, welches für nicht geplante Situationen vorsorgen kann. In diese Kategorie fallen Zahlungen für eine Autoreparatur aber auch der Verdienstausfall. Letzterer wird mit dem Arbeitslosengeld vorübergehend kompensiert, jedoch fällt dieser Beitrag geringer aus, als das, was man gewöhnt ist. Mit einer finanziellen Rücklage können Betroffene den Rest vorübergehend selbst zahlen.

Um ein finanzielles Polster aufbauen zu können, sollte jeder Verbraucher zunächst einen Kassensturz ausführen. Eigentlich wird diese Methode für die Hausplanung benötigt. Sie eignet sich aber auch, um herauszufinden, welche Einsparungen man vornehmen kann. Im Rahmen des Kassensturzes werden alle Einnahmen den Ausgaben gegenübergestellt. Bleibt am Monatsende nicht viel übrig, müssen die Ausgaben verringert werden.

Einen guten Überblick über die monatlichen Sparmöglichkeiten verschafft ein Haushaltsbuch. Dieses kann in Form eines herkömmlichen Heftes daherkommen oder als Software. In dem Haushaltsbuch werden alle Ausgaben und Einnahmen erfasst. Am Ende des Monats kann der Verbraucher ermitteln, welche Ausgaben vermieden oder verringert werden können. Dazu können gehören:

  • Internet, Telefonie, Handy
  • Energielieferanten
  • Versicherungen
  • Abonnements
  • Bankkonto

Die Reduzierungen der Kosten sollten natürlich Sinn machen und nicht den Lebensstil negativ beeinflussen. Doch bereits kleine Einsparungen machen in der Summe viel aus.


(Redaktion)


 


 

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