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Berufsunfähigkeitsrente

Berufsunfähigkeitsrente Definition

Bis zum 31.12.2000 war die Berufsunfähigkeitsrente eine Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung. Heute gibt es diese Leistung nicht mehr von gesetzlicher Seite, für eine Übergangszeit wird in bestimmten Fällen eine Rente wegen Erwerbsminderung gewährt. Weiterhin muss die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit durch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung erfolgen.

Rente nbezug wegen Erwerbsminderung

Wer am 20. Dezember 2000 keinen Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente hatte, für den ist der Anspruch unabhängig vom Geburtsdatum komplett verfallen. Für gesetzlich Rentenversicherte, die zu diesem Zeitpunkt die BU-Rente bereits bezogen, galt der Grundsatz der Bestandssicherung und die Rente wird weiter ausgezahlt. Eine Übergangsregelung besteht für Personen, die vor dem 02. Januar 1961 geboren wurden und nach dem 31. Dezember 2000 berufsunfähig wurden. Sind neben dem Geburtsdatum und dem Termin des Renteneintritts auch alle sonstigen Voraussetzungen gegeben, wird eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres ausgezahlt. Diese Rente ersetzt die Berufsunfähigkeitsrente und die Erwerbsunfähigkeitsrente. Gezahlt wird diese Rente nur auf Antrag des Versicherten, die Auszahlung beginnt mit dem Monat, in dem die Anspruchsvoraussetzungen eingetreten sind.

Private Berufsunfähigkeitsrente

Durch den Wegfall der BU-Rente ist eine private Absicherung nötig geworden. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Die eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Risikolebensversicherung mit BU-Zusatzversicherung
  • Kapital- und Rentenversicherung mit BU-Zusatzversicherung
  • Basisrente mit BU-Zusatzversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung in Kombination mit Aktien- oder auch Rentenfonds
  • Im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung

Die Auszahlungshöhe der späteren Berufsunfähigkeitsrente ist abhängig von der Vertragsgestaltung, dem Maß der Berufsunfähigkeit und von den eingezahlten Beträgen. Versichert ist jeweils die berufliche Leistungsfähigkeit des Versicherten in Bezug auf den tatsächlich ausgeübten Beruf. Die Auszahlung endet in der Regel mit dem Beginn der Regelaltersgrenze in der Gesetzlichen Rentenversicherung.

(Christian Weis)


 


 

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