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  • 24.07.2014, 11:02 Uhr
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  • Deutschland
Betriebsunfälle

Zahl geht zurück - dank hilfreicher Schutzmaßnahmen

Jährlich verunglücken zahlreiche Arbeitnehmer während der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit. 2012 kam es zu 969.860 meldepflichtigen und 677 tödlichen Arbeitsunfällen.

Auf den ersten Blick sind dies erschreckend hohe Zahlen, allerdings wurde 2012 der niedrigste Stand seit Beginn der statistischen Erfassung zum Thema "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit". 1960 lag die Zahl der Todesfälle bei Betriebsunfällen noch bei knapp 5.000. Und das obwohl die Zahl der Vollbeschäftigten deutlich niedriger war als 2012. Die Entwicklung der vergangenen 60 Jahre zeigt zwar, dass die Sicherheit am Arbeitsplatz enorm verbessert wurde, dennoch geschehen Tag für Tag Unfälle am Arbeitsplatz. Für den Arbeitgeber bedeuten Betriebsunfälle in der Regel erhöhte Arbeitskosten und sinkende Produktivität, denn der Ausfall eines Mitarbeiters über einige Tage oder gar mehrere Wochen macht sich deutlich in der Wirtschaftlichkeit bemerkbar. Laut Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin anhand der Lohnkosten wurde für 2012 ein Produktionskostenausfall von 53 Milliarden Euro errechnet. Im Durchschnitt kommen damit auf jeden ausgefallenen Arbeitnehmer 1.431 Euro.

Die verschiedenen Arten von Betriebsunfällen

Ob der Fußboden gereinigt wurde und noch nass ist, Schnee in der Eingangshalle liegt oder Löcher zu Stolperfallen werden: Ein Großteil der Unfälle am Arbeitsplatz hängen mit dem Boden zusammen. Man stolpert, rutscht aus oder fällt hin und schon ist ein Arm gebrochen, ein Fuß verknackst oder eine Gehirnerschütterung zu gezogen. Um derlei Betriebsunfälle zu vermeiden, gilt es entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Allein durch das Aufstellen von Hinweisschildern, Absperrungsbändern oder Markierungen können Arbeitgeber die Zahl der Betriebsunfälle verringern.

Unfälle, bei denen der Mitarbeiter von einem Behilfsmittel oder ähnlichem herunter fällt, passieren häufig im Handwerks- und Baugewerbe. Gerüst, Leiter oder Dächer sind große Gefahrenquellen für Betriebsunfälle dieser Art. Als Arbeitgeber muss man demnach Sorge tragen, dass nicht nur das Arbeitsmaterial beziehungsweise die Behilfsmittel in einwandfreiem Zustand sind, sondern auch, dass Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

Unfälle im Betrieb passieren aber auch dann, wenn man ein Transportmittel oder Behilfsmittel wie eine Sackkarre fährt. Dabei können sich Mitarbeiter selber verletzten oder andere Mitarbeiter in Gefahr bringen, beispielsweise wenn sie vom Stapler umgestoßen werden.

Unfälle im Betrieb vermeiden

  • Grundsätzlich sollte jeder Betrieb über spezifizierte Sicherheitsvorschriften verfügen, die mögliche Gefahrenstellen definieren und entsprechende Verhaltensregeln aufstellen.
  • Der Arbeitgeber sollte seinen Mitarbeitern - sofern benötigt - Sicherheitsbekleidung zur Verfügung stellen bzw. sie darauf hinweisen. Gleichfalls sollten arbeitsschutzrechtliche Maßnahmen konsequent eingehalten werden.
  • Ordentliche Absperrungen oder die Markierung von Gefahren- und Arbeitszonen helfen Betriebsunfälle zu vermeiden. Dazu sollten geeignete Hinweisschilder, Absperrbänder oder Schranken verwendet werden, deren Bedeutung jeder Mitarbeiter kennen sollte.
  • Nicht nur einzelne Arbeitsbereiche sollten markiert werden, sondern wenn nötig auch Fahrwege auf dem Betriebsgelände, damit Unfälle durch Fahrzeuge vermieden werden.

(Redaktion)


 


 

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