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  • 07.09.2020, 16:27 Uhr
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  • Deutschland
Bionische Fertigung

3D Druck – Technik der Zukunft

Derweil werden die Rufe nach Staatshilfen lauter: Angeschlagene Konzerne erhalten Finanzspritzen auf höchster Ebene und auch kleinere Unternehmen und Selbstständige profitieren von Corona-Paketen. Diese Soforthilfen sind richtig und wichtig, bergen jedoch die Gefahr, andere Projekte wie zum Beispiel den Zweig der bionischen Fertigung, kurz 3D Druck, in den Hintergrund zu drängen.

Bisherige Bemühungen drohen zu scheitern

Dass an einer erneuten industriellen Revolution kein Weg vorbeiführt, machen diverse Projekte wie zum Beispiel die Wasserstoffstrategie 2030 deutlich. 3D Drucker können ebenso wie klimaneutrale Transporttechniken einen großen Beitrag zum Umweltschutz leisten. So kann zum Beispiel das Filament (Druckmaterial) unökologisches Plastik ersetzen. Die Möglichkeit, Ersatzteile auszudrucken, mindert zudem die Unmengen an Elektroschrott, da defekte Geräte bald nicht mehr weggeworfen werden müssen, sondern in Eigenregie repariert werden können. Diese Tatsache haben bereits einige Experten und Politiker erkannt und zum Beispiel mit der 3D Druck Initiative für Lüneburg entsprechende Projekte angestoßen. Auch in Rheinland-Pfalz hat man der neuen Technik Aufmerksamkeit geschenkt und unter anderem 3D Druckerkurse für Jugendliche in Trier geschaffen. Seit einiger Zeit hat der Trend 3D Druck jedoch an Fahrt verloren, was angesichts der weltweit vorangetriebenen Projekte mehr als zu bedauern ist.

Ungeahnte Möglichkeiten

Ambitionen, den 3D Druck auch in Deutschland groß zu machen, sind durchaus vorhanden und weitere Investitionen allemal wert. Doch welche Möglichkeiten bieten bionische Druckverfahren konkret?

1. Lebensmittel 3D Drucker: Bereits im Jahr 2011 präsentierte die Cornell Universität einen Lebensmitteldrucker. Bei der Präsentation tischte das Entwicklerteam ein essbares Space Shuttle auf. Gefertigt war die Köstlichkeit aus Jakobsmuscheln und Käse.

2. Raketen aus dem 3D Drucker: Dass es mit dem 3D Druckverfahren nicht nur geschmacklich, sondern auch real in die Lüfte gehen kann, beweisen derweil einige Luftfahrtunternehmen, denn der 3D Druck bietet einen enormen Zeitvorteil. Insbesondere die Konzeption von Brennstoffkammern gelingt via 3D Druck wesentlich schneller.

3. Prothesen für Tiere: Die Fertigung von Prothesen aus beständigen Filamenten bietet Unfallopfern, die Gliedmaßen verloren haben, ungeahnte Chancen. Das Unternehmen Bionic Pets bereichert auch das Leben einiger Vierbeiner und stellt zum Beispiel für Hunde hochwertige Prothesen her.

3D Druck für jedermann

Ganz gleich, wie sich die Politik auch entscheiden mag: Wer Objekte in 3D drucken will, kann dies bereits heute tun, ohne sich einen 3D Drucker anzuschaffen, geschweige denn in seiner Gänze zu verstehen und zu bedienen. Möglich machen es Anbieter, die sich in einigen Teilen Deutschland angesiedelt und große Hallen mit Höchstleistungsprintern erschlossen haben. Dort können sich sowohl Geschäfts- als auch Privatkunden durch erfahrene Experten beraten lassen und zum Beispiel Spritzgussteile in Auftrag geben. Bei der Wahl des Filaments werden Kunden ebenso wie bei der Qualität der 3D Druckvorlage beraten. Die Erzeugnisse werden via Postsendung versandt und halten je nach Filament mehrere Monate, wenn nicht gar Jahre.

(Redaktion)


 


 

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