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Autozulieferer Bosch

Bosch gibt Teile der Bremsensparte ab

Der Stuttgarter Automobilzulieferer will sich breiter aufstellen und trennt sich von den Bremsen. Das Geschäft expandiert mit Medizintechnik und Solarenergie.

Lassen Sie sich nicht bremsen bei der Frage: „Welche Bremsen kennen Sie?“ Scheibenbremse, Trommelbremse, Felgenbremse, Handbremse, und eine den Fliegen verwandte Tierart hört ebenso auf den Namen.

Beim Stuttgarter Automobilzulieferer Bosch hat man auch die so genannte Basisbremse im Repertoire. Und meint damit sämtliche Teile der Bremsanlage, die sich direkt am Rad befinden. Allerdings will Bosch sich bei den Bremsen bremsen und die Sparte verkaufen, so die Financial Times Deutschland.

Hintergrund ist die starke Abhängigkeit von der Kraftfahrzeugtechnik. Die will Bosch zurückfahren und daher das Geschäftsfeld Bremsen herunterfahren. Immerhin ein Milliardengeschäft für Bosch, das per Bieterverfahren unter ein neues Dach schlüpfen soll.

300 Millionen Euro für Boschs Bremsen

15 Jahre ist es her, da stieg Bosch in das Geschäft mit den Basisbremsen ein. Dahinter stand der Gedanke, den Herstellern komplette Bremssysteme zu liefern, um Fertigungsprozesse zu straffen und auch Kosten zu senken. Der Markt entschied anders, daher stehen Teile der Sparte bei Bosch zum Verkauf. Im Raum steht ein Betrag von unter 300 Millionen Euro. Ein weiterer Faktor, der einen Verkauf unumgänglich macht, ist die schwache Vorsteuerrendite. Das Geschäft mit Ersatzteilen hingegen bleibt bei Bosch. Ebenso die von dem Unternehmen teils mit entwickelten Helferlein wie ABS und ESP (elektronisches Stabilitätsprogramm) behält die Firma.

Auf der anderen Seite versucht Bosch sich breiter aufzustellen. Das Unternehmen widmet sich mittlerweile auch Themenfeldern wie Solarenergie, Medizin- oder Informationstechnik.

Die Auktion geht nun in eine zweite Phase. Drei asiatische technisch orientierte Unternehmen gaben ihre Gebote ab. Dazu gesellten sich zwei Finanzgesellschaften. Allen so genannten indikativen Offerten gemein ist: Bosch wird mit ihnen nicht glücklich. Indikativen Offerten sind rechtlich unverbindliche Angebote, ein Unternehmen unter bestimmten Bedingungen zu erwerben. Bei Bosch respektive beim mit dem Verkauf betrauten Bankhaus werden die Angebote nun sondiert.

(FN)


 


 

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