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  • 16.05.2018, 12:33 Uhr
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Branchenbucheintrag

Welche Optionen sind für Unternehmen relevant?

Branchenbucheinträge sind ein wichtiges Marketinginstrument: Bei Google My Business, Facebook und weiteren relevanten Verzeichnissen auffindbar zu sein, ist heutzutage unerlässlich. Doch zuletzt war vielfach von unseriösen Branchenbuch-Abzockern zu lesen. Wie kann man sich vor solchen dubiosen Anbietern schützen? Welche Branchenbucheinträge sind wirklich relevant? Und: Sind Offline-Verzeichnisse wie das Telefonbuch heutzutage überhaupt noch wichtig? Unser Ratgeber gibt Tipps.


Bildrechte: Flickr Woman working at a cafe, hand on keyboard ,close up Marco Verch CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Branchenbuchabzocker setzen Opfer unter Druck

Über 20 Millionen Euro hat eine Bande mit unseriösen Branchenbuch-Abos innerhalb von fünf Jahren ergaunert. Diese Meldung des WDR vom Februar verdeutlicht das Vorgehen der Gauner: Insgesamt wurden über 800 Vereine, Kindergärten, Arztpraxen, Geschäfte und sogar Behörden mit Mahnungen unter Druck gesetzt. Das mit dieser Masche untergejubelte Abo kostete bei einer Laufzeit von zwei Jahren insgesamt 1.200 Euro.

Unternehmen und Vereine sollten sich keinesfalls einschüchtern lassen und sich stattdessen besser nach seriösen Lösungen umschauen. Denn die meisten Abzocker tragen den jeweiligen Betrieb tatsächlich in irgendein Verzeichnis ein - dessen Reichweite jedoch in aller Regel kaum nennenswert ist. So wurde beispielsweise ein Fall in Baden-Württemberg bekannt, bei dem eine lokale Firma für knapp 1.900 Euro in ein Schweizer Branchenbuch eingetragen wurde. Damit ist das Geld ebenso verpufft wie der gewünschte Effekt.

Welche Branchenbucheinträge sind wirklich relevant?

Drängt sich nur die Frage auf: Wie findet man die wirklich relevanten Branchenbücher? Für einen Eintrag, der wirklich etwas bewirkt, sollte man sich zunächst auf die großen und wichtigsten Verzeichnisse konzentrieren. Diese sind heutzutage vorwiegend online zu finden - zu nennen sind an erster Stelle Verzeichnisse wie Google My Business, Facebook, Bing Maps, Yelp oder web.de. Interessierte werden heutzutage vor allem über Suchmaschinen, soziale Netzwerke und Navigationssysteme auf ein Unternehmen aufmerksam. Diese Möglichkeit sollten Unternehmen deshalb nutzen. Auch Suchanfragen nach Cafés, Autowerkstätten oder Blumengeschäften in der Nähe können für Neukunden sorgen. Mehr denn je sind solche Branchenbucheinträge für Geschäfte in peripherer Lage wichtig, um sich gegen Mitbewerber in zentraler Lage zu behaupten.

Doch Einträge in allen relevanten Onlineverzeichnissen sind vor allem zeitaufwendig. Recherche, einzelnes Eintragen und das nachträglich Pflegen und Aktualisieren kosten einige Mühe. Einfacher geht es mit Tools wie 1&1 List Local: Damit kann man über eine zentrale Verwaltung alle Einträge in relevanten Verzeichnissen und Navigationssystemen erstellen und bearbeiten. Das Tool enthält zudem eine Übersicht zur schnellen Beantwortung von Kundenbewertungen, die auf den jeweiligen Portalen veröffentlicht wurden.

Offline-Alternativen: Was bringen Telefonbücher und Anzeigenblätter?

Früher oder später wird ein solches "lokales Online-Marketing" für die meisten Geschäfte relevant - etwa für Handwerksbetriebe, Ärzte, lokale Pflegedienste oder Taxiunternehmen. Denn die bis vor wenigen Jahren häufigste Recherchequelle für Dienstleister aller Art stirbt aus: 2015 gab die Telekom die Herstellung von Telefonbüchern auf; übernehmen sollen den Druck lokale Verlage. Eine Multi-Channel-Strategie aus Offline- und Online-Einträgen schadet trotzdem nicht - vor allem dann nicht, wenn ein Unternehmen vorwiegend ältere Kunden anvisiert. Denn laut einer YouGov-Umfrage nutzt noch jeder dritte Bundesbürger über 55 das Telefonbuch "häufig". Jeder Fünfte blättert zumindest "manchmal" in dem Wälzer, der in einigen Supermärkten kostenlos ausliegt.

Doch diese Kundengruppe wird zunehmend kleiner: Wie eine repräsentative Umfrage ergab, besaßen im vergangenen Jahr bereits 39 Prozent aller Senioren (über 65-Jährige) ein Smartphone - da ist die Nutzung von Apps nicht mehr weit. Darüber hinaus lohnen sich für lokale Betriebe eventuell Anzeigen in wöchentlich erscheinenden Anzeigenblättern. Die Akzeptanz solcher Formate war auch 2017 noch hoch: So stimmten laut Daten von Statista rund 80 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage der Aussage zu, dass sie Anzeigenblätter für eine "feste Größe" in ihrer Region erachten.

(Redaktion)


 


 

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