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Bruchsal

Nokia Siemens schließt Werk mit 650 Mitarbeitern

Der bekannte Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks wird den deutschen Standort in Bruchsal schließen. Davon betroffen sind 650 Mitarbeiter, die bereits am Dienstag im Werk selbst unterrichtet worden sind.

Als Gründe für die Schließung des Werkes gibt das Gemeinschaftsunternehmen die sinkenden Kundennachfragen zu den gefertigten Produkten an. Es handelt sich dabei um ein Werk des finischen Konzerns Nokia und des deutschen Technologie Konzerns Siemens AG. Künftig will sich das Unternehmen mehr auf die Breitbandkommunikation konzentrieren und benötigt das Produktportfolio des Werkes aus Bruchsal nicht mehr.

Verstoß gegen die Standortvereinbarung

Dabei gehörte Bruchsal zu den Werken, die bei einer Sanierung und Umstrukturierung in Deutschland erhalten bleiben sollten. Die Auflösung des Standortes widersetzt sich demnach der Standortvereinbarung, nach welcher ein Bestehen des Werkes bis mindestens 2014 zugesichert wurde. Die Schließung deutet jetzt auf massive Sparmaßnahmen bei Nokia und Siemens hin. Vor genau einem Jahr wurde von Nokia angekündigt, die Kosten des Gemeinschaftsunternehmens um über eine Milliarde Euro zu senken. Nur so könnten 2013 wieder mehr Gewinne erzielt werden.

Im Zuge des Sparplans sollten insgesamt 17.000 Stellen im Unternehmen, davon 2.900 Stellen in Deutschland abgebaut werden. Zahlreiche kleine Standorte wurden bereits aufgegeben. Bruchsal sollte gemeinsam mit der Zentrale in München und den Standorten in Düsseldorf, Bonn, Berlin und Ulm erhalten bleiben. Dabei scheint sich das Gemeinschaftsunternehmen bereits zu erholen und wird im zweiten Halbjahr deutliche Gewinne verzeichnen. Allein für das dritte Quartal 2012 gab es 182 Millionen Euro Gewinn, nachdem im Vorjahreszeitraum 114 Millionen Euro Verlust geschrieben wurden.

(Florian Weis)


 


 

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