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Crowdfunding

5 Tipps für Crowdfunding

2. Crowdfunding beginnt im eigenen Netzwerk

Auf die Frage hin, ob die Kampagnen-Inhaber schon ihren Familien und Freunden von dem Crowdfunding erzählt haben, erhalte ich häufig die gleiche Antwort. Sie wollen diese damit nicht belästigen.

Eine solche Einstellung kann für ein Crowdfunding-Vorhaben tödlich sein. Crowdfunding beginnt im eigenen Netzwerk. Mit den eigenen Familien, Freunden, Bekannten, Facebook-Fans und Xing-Kontakten. Diese legen nicht nur das erste Geld in den Topf, sondern haben ihre eigene Symbolwirkung. Wenn schon die eigene Familie oder die Freunde das Projekt nicht unterstützen wollen, warum sollte es dann jemand unbekanntes aus der Crowd tun?

Wer außerdem seinem eigenen Projekt gegenüber die Einstellung vertritt, dass er andere damit belästigt, steht wahrscheinlich nicht fest genug hinter dem Projekt. Wer für ein Vorhaben Geld einsammeln will, muss oft über die Hürde seines eigenen Wohlbefindens springen. Es müssen Leute angerufen und überzeugt werden, auch wenn man sich damit selber nicht wohl fühlt. Es dient dem Wohl der Kampagne.

3. Crowdfunding ist Marketing

Crowdfunding ähnelt in vielerlei Hinsichten dem klassischen Marketing, PR und Sales. Es gilt im Vorfeld der Kampagne klare Zielgruppen zu definieren und eine entsprechende Strategie für die Ansprache zu entwickeln. Hierbei werden sämtliche online und offline Marketingkanäle mit einbezogen. Kanäle wie der eigene Blog, Newsletter und Social-Media eignen sich hervorragend eine breite Masse an Menschen auf das Projekt aufmerksam zu machen.

Abhängig vom Thema können auch Zeitungsartikel oder Radiobeiträge enorm zum Erfolg der Kampagne beitragen. Besonders für regionale und eher konservative Themen eignen sich die lokalen Medien hervorragend. Bei Software-Startups ist hingegen fraglich, ob eine Pressemitteilung den erhofften Effekt erzielt.

Während der gesamten Kampagne werden enorme Bemühungen getätigt, um die Aufmerksamkeit der Crowd zu erlangen. Doch die Angst, dass mit Ende der Kampagne sämtliche Bemühungen verpuffen ist unnötig. Der Marketing-Effekt für das Produkt oder Unternehmen besteht weiter.

Eine Vielzahl an Menschen ist auf das Projekt aufmerksam geworden und hat sich damit auseinander gesetzt. Leute die sogar investiert haben sind häufig die ersten und besten Kunden. Da die Investoren zusätzlich eine besondere Verbindung mit dem Projekt spüren, werden sie auch in Zukunft drüber sprechen und den Bekanntheitsgrad steigern.

Zusätzlich können im Verlauf einer Crowdfunding-Kampagne weitere wichtige Player auf das Projekt aufmerksam werden. So kann zum Beispiel ein neuer Großkunde, oder ein finanzstarker Investor dazu gewonnen werden. Viele erfolgreiche Projekte betreiben schon heute Crowdfunding nicht wegen des Geldes, sondern wegen des Marketing-Effekts.


 


 

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1 Kommentar

von Rainer Schenk
06.07.14 21:30 Uhr
Tipps für crowdfunding

Praxisnahe Hinweise des Autors zum Thema Crowdfunding. Vorgehensweise ist absolut korrekt!

beste Grüße

Rainer Schenk
Kanzlei Schenk Berlin

 

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