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Definition

Amortisation – Investitionsdeckelung und Schuldtilgung

Das Wort Amortisation leitet sich von dem französischen Verb amortir „tilgen“ ab und meint in der Regel die Tilgung einer Schuld. Der Begriff hat sich aber mittlerweile für einen ganz bestimmten Sachverhalt durchgesetzt. Konkret bedeutet das, dass eine anfangs getätigte Aufwendung für ein Objekt im Lauf der Zeit durch die erwirtschafteten Erträge gedeckt wird. Mit dem Begriff Amortisationszeit wird die Dauer dieses Zeitraums bezeichnet.

Der Begriff bezeichnet noch bis zum 20. Jahrhundert den Vermögenserwerb der Kirche. Der Hintergrund: Die kirchlichen Güter wurden dem weltlichen Wirtschaftskreislauf entzogen. Für die Kirche galten sogar Amortisationsgesetze, die im 19. Jahrhundert erlassen wurden. Hier wurde die Höhe des zulässigen Kirchenbesitzes bestimmt. Erst seit einigen Jahrzehnten wird der Begriff auch im wirtschaftswissenschaftlichen Kontext genutzt.

Weitere Bedeutung der Amortisation in der Wirtschaftswissenschaft

In der Wirtschaftswissenschaft meint man mit Amortisation auch die termingerechte Rückzahlung einer Geldschuld, beispielsweise eine Hypothek oder Anleihen. Hierzu werden im Vorfeld bestimmte Raten festgesetzt. Weit häufiger bezieht sich der Begriff allerdings auf die Anschaffungsausgaben einer Investition, deren Einzahlungen über einen bestimmten Zeitraum gedeckt werden.

Berechnung der Amortisationszeit

Für die Berechnung der Amortisationszeit spielen Erfolgskriterien wie beispielsweise die Rentabilität als auch Risikoaspekte eine Rolle. Dabei werden statische und dynamische Amortisationsrechnungen unterschieden. Bei der statischen Rechnung werden allein die Ein- und Auszahlungen berücksichtigt, während bei der dynamischen Amortisationsrechnung auch unterschiedliche Zahlungszeitpunkte und die damit in Verbindung stehenden Zinsen einkalkuliert werden. Bei der statischen Berechnung ergibt sich die Amortisationszeit durch die Gegenüberstellung des Kapitals mit dem jährlichen Ertrag, gemessen in Jahren. Bei der dynamischen Berechnung ergibt sich die Amortisationszeit durch die Berechnung der jährlichen Abschreibungen, dem durchschnittlichen Gewinn und den kalkulatorischen Zinsen in Jahren gegenüber den Anschaffungskosten.

(Christian Weis)


 


 

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