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Definition Liquidation

Liquidation - Auflösung einer Handelsgesellschaft bezeichne

Als Liquidation in der Betriebswirtschaft bzw. der Rechtswissenschaft wird die Auflösung einer Handelsgesellschaft bezeichnet. Zweck der Auflösung ist in diesem Fall die Verwandlung gebundenen Kapitals in liquide Mittel zur Verteilung des Restvermögens an die Gesellschafter sowie die Befriedigung von Gläubigeransprüchen.

Ablauf der Liquidation

Die Liquidation beginnt genau genommen nach der Auflösung der Gesellschaft oder auch des Vereins, also um die zweite Phase der endgültigen Auflösung. Je nach Rechtsform gelten für die Liquidation unterschiedliche Regelungen und Vorschriften. Ist die Liquidation erfolgt, dann kann die Institution aus dem jeweiligen Register gelöscht werden. Eine Liquidation muss allerdings nicht zwingend stattfinden, diese Phase ist nur dann Teil der Auflösung, wenn eine Gesellschaft regulär beendet werden soll oder wenn aufgrund fehlender Vermögensmasse ein Insolvenzantrag abgelehnt wurde. Eine Liquidation erfolgt auch dann, wenn ein Insolvenzverfahren (hier finden Sie die Definition Insolvenz) läuft, dann gelten die Normen und Vorschriften aus der Insolvenzordnung. Die Abwicklung der regulären Liquidation erfolgt in der Regel durch die Vorstandsmitglieder oder durch den Geschäftsführer, allerdings kann auch vertraglich eine andere Person für die Abwicklung bestimmt werden, bezeichnet wird die jeweilige Person als Liquidator, der die Gesellschaft gerichtlich und außergerichtlich vertritt.

Das Ende der Liquidation

Die Liquidation ist abgeschlossen, wenn das Unternehmen aus dem entsprechenden Register gelöscht ist. Wird eine Gesellschaft wegen Vermögenslosigkeit gelöscht, können ausnahmsweise die drei Phasen Auflösung, Liquidation und Vollbeendigung zusammenfallen. Generell ist zu beachten, dass der Abschluss der Liquidation noch nicht zu einer Beendigung der Unternehmensexistenz führt. Diese ist erst mit der Löschung aus dem Register erfolgt. Steuerlich gesehen fallen die Veräußerungs- und Einnahmeerfolge und die Einkommenssteuer, bei Kapitalgesellschaften unter die Körperschaftssteuer. Die Gewerbesteuerpflicht erlischt mit der Vollbeendigung. Wird bei einer Vollbeendigung aufgrund von Vermögenslosigkeit einer Gesellschaft später doch noch ein Vermögen aufgefunden, dann kommt es zu einer sogenannten Nachtragsliquidation.

(Florian Weis)


 


 

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