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Definition Zins

Preise für Geldüberlassung

Unter Zinsen versteht man Preise, die ein Debitor dafür bezahlt, dass ihm ein Kreditor für einen befristeten Zeitraum Geld überlässt. Rechtliche Grundlage aller Zinsen ist ein Vertrag oder ein Gesetz. Wie hoch die Zinsen ausfallen, hängt von Angebot und Nachfrage der Marktwirtschaft ab. Wie hoch die gesetzlich bestimmten Zinsen sind, kann vom Gesetzgeber festgelegt werden.

Begriffliche Abgrenzung

Unter der Bezeichnung Zins versteht man sowohl den Zinssatz als auch den Zinsbetrag. Ersterer wird in Prozent pro Zeitintervall, Letzterer in absoluten Zahlen angegeben. Grundlegend unterscheidet man zwei Arten von Verzinsungen:

  • Lineare Verzinsung:Zinsen werden nur auf den Ausgangsbetrag erhoben.
  • Exponentielle Verzinsung:Zinsen werden zusätzlich auf die aufgeschlagenen Zinsen erhoben (Zinseszins)

In der Regel ist die Höhe des Zinssatzes von der Dauer der Anlage abhängig. In diesem Fall spricht man von einer Zinsstruktur. Darüber hinaus gibt es drei Größen, die sich auf die Zinsvariablen beziehen. Es handelt sich dabei um:

  • Nominalzins: der vereinbarte und bezahlte Zinssatz
  • Realzins: die Höhe des Zinssatzes, nachdem die Inflationsrate abgezogen wurde
  • Effektivzins:Zinssatz unter Berücksichtigung des Nominalzinses und weiterer Preisvariablen

Unterschiedliche Zinsarten

Insgesamt unterscheidet man zwei Arten von Zins, den Geldmarktzins und den Sachkapitalzins. Ersterer wird für Aufnahmen von Bargeld aus dem Geldmarkt bezahlt. Er kommt sowohl zwischen Kreditinstituten und Zentralbanken als auch im privaten Zahlungsverkehr zum Einsatz. Renten, Wertsteigerungen, Renditen und Erfolgsprovisionen sind zinsähnliche Werte. Der Sachkapitalzins wird bei befristeten Überlassungen von Sachwerten fällig. Ein verbreiteter Typ ist die Miete. Auch Pachtzinsen und Erbbaurechtzinsen gehören in diese Klasse.

(Christian Weis)


 


 

Definition Zins
Einsatz
Zins
Bezeichnung Zins
Höhe
Pachtzinsen
Arten
Geldmarkt
Gesetz
Sachkapitalzins

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