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Interessenvereinugung

RWE und Gazprom - Deutsch-russische Interessenvereinugung

RWE und Gazprom loten aus, wie eine mögliche Zusammenarbeit beim Bau neuer Steinkohle- und Gaskraftwerke ausgestaltet werden könnte.

Da darf man doch ruhig einmal von einer Elefantenhochzeit sprechen. Wenn sich das traditionsreiche Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk, kurz RWE, mit dem russischen Gaslieferanten Gazprom an einen Tisch setzt und über gemeinsame Aktivitäten verhandelt, sind die Börsianer hellwach.

Nachdem die Nachricht von einem so genannten „Memorandum of Understanding“ die Runde gemacht hatte, driftete der Aktienkurs von RWE ins Plus. In dem Papier wird umrissen, wie die beiden Großkonzerne beim Bau neuer Kohle- und Gaskraftwerke in Deutschland und den westlichen Nachbarländern zusammenarbeiten können.

RWE muss sich was einfallen lassen, denn der bundesdeutsche Atomausstieg zwingt die Energielieferanten dazu, sich nach neuen Einnahmequellen umzuschauen. Da für größere Investitionen das Geld fehlt, fährt RWE zweigleisig. Zum einen will sich das Untenehmen von diversen Sparten trennen, was Milliarden in die Kassen spülen soll. Zum andern soll eben Gazprom als starker Partner beim Kraftwerksneubau eine Rolle spielen.

RWE verhandelt exklusiv mit Gazprom

Gazprom als Gaslieferant sieht in Deutschland wegen des schrittweisen Atomausstiegs für sich einen wachsenden Markt. Und in RWE offenbar einen geeigneten Partner. Mit dem „Memorandum of Understanding“ räumen die Russen den Deutschen das Recht ein, drei Monate lang über neue Energieprojekte nachzudenken. RWE hat für diesen Zeitraum die Alleinstellung inne.

Nachdenken muss auch das Bundeskartellamt, ob es eine solche Liaison gutheißen kann. „Eine Verbindung zwischen Gazprom und RWE müsste man sich unterkartellrechtlichen Gesichtspunkten sehr genau ansehen“, so dessen Präsident Andreas Mundt. BASF und Gazprom gemeinsam engagieren sich bereits bei Wingas.

Problematisch sehen neben den Kartellwächtern auch Verbraucherorganisationen das Zusammenspiel von Energieproduzenten und Netzbetreibern. Eine Trennung beider Sparten ist in deren Augen die einzig sinnvolle Maßnahme, um für die Kunden dauerhaft niedrigere Preise zu erzielen.

(FN)


 


 

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