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  • 13.03.2018, 09:29 Uhr
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  • Deutschland
Digitalisierung

Fehlende IT-Automatisierung beschert Unternehmen Milliardenverluste

Die Digitalisierung gehört zu den aktuell größten Herausforderungen für Unternehmen. Sieht man sich aber einmal um, wie das Thema angegangen wird, entdeckt man vielerorts noch Nachholbedarf. Dadurch entstehen allein in Deutschland Einbußen im Milliardenbereich.

Digitalisierung oft noch stiefmütterlich behandelt

Experten gehen davon aus, dass deutsche Unternehmen bis 2020 rund sechs Milliarden durch mangelhafte IT-Automatisierung verlieren werden. Dies zeigt die Studie „Cloud Automation Excellence“. Als Hauptgrund für die fehlende Effizienz wird genannt, dass viele Unternehmen das Potenzial ihrer IT nicht voll ausschöpfen – mit schwerwiegenden Folgen. Allein im Jahr 2017 verloren Sie im Bereich IT-Budget rund 540 Millionen Euro durch eine mangelhafte Automatisierung ihrer IT-Strukturen.

Deutlich zeigte sich dies in der Umfrage, in der Daten von 155 deutschen Unternehmen aus zwölf Branchen erhoben wurden. So waren sich zwar zwei Drittel der Befragten im Klaren darüber, dass ein hoher Automatisierungsgrad im Zuge der fortschreitenden Automatisierung unverzichtbar für den Unternehmenserfolg ist, gleichzeitig erklärten aber gerade einmal sechs Prozent, den Wunschzustand einer durchgängig automatisierten IT bereits erreicht zu haben.

So zeigte sich in der Studie unter anderem, dass in IT-Abteilungen noch viele Dinge per Handarbeit erledigt werden, so etwa beim Kapazitätsmanagement, bei der Skalierung, beim Monitoring oder beim manuellen Patching. Dadurch werden viele Ressourcen gebunden, die man andernorts sinnvoller einsetzen könnte, so etwa bei neuen wichtigen Themen wie der Blockchain, dem Machine Learning oder dem Edge Computing. Dies erklärte Diethelm Siebuhr, Geschäftsführer von Nexinto.

Viele Hürden auf dem Weg zur automatisierten IT

Wenn man unter den Unternehmen nachfragt, welche Probleme die Integrierung von Automatisierungstechniken verhindern, hört man oft ähnliches: Fehlende Transparenz, fehlende Budgets und starre Organisationsstrukturen. Dabei bietet gerade die Automatisierung die Möglichkeit, Ressourcen freizusetzen und Arbeitskräfte für komplexere Arbeitsaufgaben zu nutzen. Hilfe bei diesen und ähnlichen Fragen findet man heute bereits bei vielen Unternehmen, die sich auf das Thema Automatisierung spezialisiert haben. Hier ist z. B. Best4Automation zu nennen.

In der Studie gaben die Unternehmen an, den Automatisierungsgrad bis 2020 von aktuell 36 auf 58 Prozent zu erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sie deutlich mehr in Automatisierungstechnologien investieren und ihre Organisationsstrukturen überdenken, so Dr. Carlo Velten, Senior Analyst bei Crisp Research. Über ein Drittel der befragten Unternehmen setzen hier KI ein, etwa zwei Drittel holen sich das notwendige Know-How über externe Dienstleister in ihr Unternehmen.

Thema KI noch in weiter Ferne

Wenn es um das Thema KI geht, stehen allerdings noch viele Unternehmen ganz am Anfang. Oft wurde noch nicht einmal eine Erprobungsphase gestartet. Im Bereich Business Intelligence wird vielfach noch auf Verfahren gesetzt, die eher mit fortgeschrittener multivariater Automatisierung zu tun haben als mit einer eingehenden Analyse großer Datenmengen. Wie Experten erklären, fehlt es hier vielfach noch an der richtigen Strategie. So sollte es nicht das erste Ziel sein, riesige Datensilos zu erstellen, sondern vielmehr, zunächst einmal eine passende Strategie zu erstellen, anhand deren man ermessen kann, welche Daten überhaupt zu welchem Zweck erhoben werden sollen. Gerade für komplexe Technologien wie das vorausschauende Erkennen von Problemen in Wartungszyklen oder das Voraussagen von Kundenbedürfnissen ist das unverzichtbar.

(Redaktion)


 


 

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