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  • 28.01.2019, 17:29 Uhr
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  • Deutschland
Dolmetscher

Die Zukunft des Übersetzens in Zeiten des digitalen Wandels

Die Frage nach der Zukunft von Übersetzern und Dolmetschern wird immer wieder gestellt. Und nicht selten lautet dabei die Antwort, dass es die Berufe aufgrund des rasanten technischen Fortschritts schon bald nicht mehr geben wird. Doch werden künstliche Intelligenzen und ähnliche Technologien wirklich zum Verschwinden eines der ältesten Berufsstände beitragen oder können sie die Arbeit von Dolmetschern und Übersetzern sogar verbessern?

Qualität maschineller Übersetzungen muss differenziert betrachtet werden

Durch geschicktes Marketing erwecken Entwickler von Übersetzungssoftware immer wieder den Eindruck, dass Computer bereits ein Niveau erreichen, das mit dem von Menschen gleichzusetzen ist. Tatsächlich muss man hier aber etwas genauer hinsehen. Sicher ist richtig, dass die maschinelle Übersetzung große Fortschritte gemacht hat. Im Vergleich mit Computerübersetzungen von vor einigen Jahren geben aktuelle Software-Lösungen deutlich genauere Resultate aus. Möglich ist dies dank riesiger digitaler Datenbestände, neuronaler Netzwerke und sprachregelbasierten Algorithmen.

Problematisch dabei ist allerdings, dass sich die Übersetzungen für Laien zunächst einmal immer korrekt anhören. Terminologische Fehler, falsche Verweise und Kontextungenauigkeiten werden dann mitunter gar nicht mehr registriert. Übersetzungsfehler, die im privaten Rahmen noch für Belustigung sorgen, können im Geschäftsalltag schnell zu schwerwiegenden Konsequenzen führen.

Bedarf an Übersetzungsleistungen bleibt hoch

Erfahrene Übersetzer lernen die Feinheiten des Übersetzungsprozesses während ihrer Ausbildung kennen und festigen ihre Kenntnisse mit den Jahren. Nur sie sind in der Lage, die Feinheiten zwischenmenschlicher Kommunikation zu erkennen, zu bewerten und in stilsichere Texte umzusetzen. Nur so ist sichergestellt, dass Missverständnisse im Geschäftsbetrieb nicht zu Verlusten, Sach- oder Personenschäden führen.

Hinzu kommt, dass der Bedarf an Übersetzungen durch Globalisierung und Digitalisierung seit Jahren wächst. Schätzungen des US-Marktforschungsinstituts Common Sense Advisory zufolge wird das weltweite Marktvolumen für Sprachdienstleistungen bis zum Jahr 2021 auf 56 Milliarden US-Dollar anwachsen.

Es wird also in Zukunft nicht so sehr um die Frage gehen, ob menschliche Übersetzer von Maschinen ersetzt werden, sondern vielmehr darum, wie maschinelle Unterstützung bei der Bearbeitung riesiger Textmengen genutzt werden kann.

Berufsbild des Übersetzers verändert sich

Automatisierte Prozesse werden in Übersetzungsbüros künftig eine immer wichtigere Rolle spielen. Dolmetscher und Übersetzer sind entsprechend noch stärker wegen ihres Expertenwissens und ihrer Beratung gefragt. Sie liefern nicht länger einfach nur Dokumente ab, sondern gestalten und begleiten den ganzen Prozess. Dabei berücksichtigen sie nicht nur sprachliche, sondern auch fachliche, technische, juristische und datenschutzrechtliche Aspekte.

Soll beispielsweise ein russischer Übersetzer das Team unterstützen, kann man sich an das Übersetzungsbüro Perfekt wenden. Es ist nach DIN ISO Norm 9001 und DIN ISO Norm 17100 zertifiziert und bietet seinen Kunden damit einen verlässlichen Rundum-Service.

Ethische Aspekte des Übersetzens

Mit der technologischen Entwicklung gehen auch andere Implikation einher – vor allem unter ethischen Gesichtspunkten. Betrachtet man zum Beispiel noch einmal das Thema KI, so offenbart sich schnell die Gefahr, dass Algorithmen manipulierbar sind und keiner ethischen Kontrolle unterliegen. Das ist gerade in sensiblen Bereichen wie etwa im Gesundheitswesen, bei der Migration oder im Justizbereich relevant. Hier wird auf einen maßgeblichen Einfluss menschlicher Instanzen auch in Zukunft nicht verzichtet werden können.

(Redaktion)


 


 

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