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Oder wie macht man Passwörter einbruchsicher?

Ist Ihr Passwort auch "MausI", Hundi oder wie immer Ihre Frau heißt? Dann sind Sie nicht allein. Die Deutschen pflegen mit ihren Passwörtern häufig einen recht lässigen Umgang.

Ob zu kurz, zu leicht zu erraten oder zu alt: Sollen Passwörter unbefugte Dritte eigentlich davon abhalten auf sensible Daten zuzugreifen, verfehlen sie in der Praxis aufgrund des "Faktors Mensch" meist ihre Wirkung. Studien zeigen: Der Durchschnittsnutzer verwendet am häufigsten einfache Zeichenketten wie "Passwort1", "passwort" oder "123456" als Zugangscode. Auch Namen von Prominenten sind beliebt. Derartige Passwörter haben für den Nutzer zwar den Vorteil leicht einprägsam zu sein, doch ebenso leicht macht man es Datendieben, diese durch simples "Durchprobieren" zu erraten.

Eine lange Kombination aus Zahlen und Buchstaben

"Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines sicheren Passworts ist zum einen die Länge. Es gilt: Je kürzer das Passwort, desto leichter ist es zu knacken. Zum anderen sollte das Passwort aus unterschiedlichen Zeichen bestehen: Eine Kombination aus Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen erhöht die Passwortsicherheit deutlich. Ebenso die Verwendung der Groß- und Kleinschreibung von Buchstaben in Passwörtern", erklärt Ben Peter, Technischer Berater beim Internet Security-Spezialisten PSW GROUP.  Zudem sollte das Passwort regelmäßig geändert und schon gar nicht Dritten verraten werden. Denn Studien des Hightech-Verbandes BITKOM zufolge ändern 83 Prozent der Deutschen ihre Zugangscodes – sei es privat oder beruflich – entweder nie oder zu unregelmäßig. Knapp 40 Prozent geben sie tatsächlich an andere Personen weiter.

Da es bei Passwörtern neben der Sicherheit auch immer um eine leichte Einprägsamkeit geht, haben die Spezialisten von PSW ein paar Tipps für anwenderfreundliche und sichere Zugangscodes zusammengestellt:

  • Setzen Sie all Ihre Passwörter nach dem gleichen Schema bestehend aus nachfolgenden Bestandteilen zusammen.
  • Bestandteil 1: Ein Kürzel für die Anwendung oder Website, für die das Passwort verwendet wird. (Bsp.: FcB für Facebook)
  • Bestandteil 2: Eine zufällige, 4-stellige Zeichenfolge mit Sonderzeichen (Bsp.: *u+8)
  • Bestandteil 3: Eine vierstellige PIN – ebenfalls mit Sonderzeichen (Bsp.: 8&43)
  • Legen Sie durch eine feste Anordnung der Bestandteile Ihr Standard-Passwort-Schema fest. Bsp.: [Zufällige Zeichenfolge] [Website-Kürzel] [PIN]
  • Das Passwort würde in diesem konkreten Beispiel lauten: *u+8FcB8&43

"Der Vorteil an diesem Prinzip ist, dass man sich den größten Teil des Passwortes gefahrlos notieren kann – und zwar das Website-Kürzel sowie die zufällige Zeichenfolge. Man fügt dann nur noch die kurze 4-stellige PIN, die man sich merkt, in das aufgeschriebene Passwort gemäß des Schemas an der entsprechenden Stelle ein", so Ben Peter. Nach diesem Prinzip kann der Nutzer gefahrlos sichere Passwörter wählen und sich diese – sozusagen verschlüsselt und für Dritte nicht nutzbar – ebenso sicher notieren.

Quelle: PSW GROUP

(Redaktion)


 


 

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