Weitere Artikel
220 Millionen Euro Auftragsvolumen

Rheinmetall bringt polnische Panzer auf neuesten Stand

Die Düsseldorfer Rheinmetall AG hat einen Modernisierungsauftrag für die Kampfpanzer der polnischen Armee erhalten. 128 Leopard 2 werden einer umfassenden Modernisierung unterzogen.

Das Auftragsvolumen für die Modernisierung der schweren Kampfpanzer beträgt rund 220 Millionen Euro. In einer industriellen Kooperation mit der Polska Grupa Zbrojeniowa (PGZ) und ZM Bumar-Labedy S.A. ist Rheinmetall der strategische Partner der polnischen Unternehmen und steuert entscheidende Schlüsseltechnologien bei. Dazu gehören die Elektronik und die Waffentechnik. Im Zuge der Modernisierung sollen die 128 Leopard 2 A4 Kampfpanzer, die die polnische Armee 2002 aus Beständen der Bundeswehr gekauft hat, auf den neuen Standard Leopard 2 PL gebracht werden, der dem des deutschen Leopard 2 A5 beziehungsweise A6 entspricht.

Wertschöpfung auch in Polen

Nach Kanada und Indonesien ist Polen bereits der dritte Staat, der sich für Rheinmetall als Technologiepartner in einem solch umfassenden Modernisierungsprogramm für Leopard 2-Panzer entscheidet. Neben der Bundeswehr verfügen Streitkräfte in 17 Staaten über das Waffensystem. Die Bereitschaft Rheinmetalls zu einem engen technologischen Austausch und zu einer besonders intensiven Einbindung der dortigen Industrie hat für die polnische Regierung den Ausschlag für die Auswahl Rheinmetalls als strategischem Partner gegeben. Für Polen verbindet sich damit sowohl die Schaffung hochqualifizierter Arbeitsplätze wie auch der Erwerb von wehrtechnischem Know-how.

Ehrgeiziger Zeitplan

Die vertragliche Vereinbarung sieht vor, dass das Konsortium Ende 2017 einen Prototypen ausliefert, dem nach Serienfreigabe durch die Streitkräfte ab 2018 zunächst fünf Kampfpanzer folgen sollen, die bei Rheinmetall umgerüstet werden. Die nächsten zwölf Exemplare werden unter Anleitung Rheinmetalls bei Bumar-Labedy fertiggestellt. Danach übernimmt die polnische Seite die Projektleitung und liefert die restlichen 110 nachgerüsteten Kampfpanzer bis 2020 aus. Im Mittelpunkt der Modernisierung stehen vor allem Verbesserungen der Waffen- sowie der Feuerleitanlage, die Erweiterung um modernste elektronische Komponenten wie auch eine Erhöhung des Schutzes der Leopard-Panzer. Die Feuerleitanlage wird mit Softwareanpassungen an neue Munitionssorten angepasst, wie sie ebenfalls von Rheinmetall für den Leopard entwickelt und produziert werden. Rheinmetall ist ebenfalls verantwortlich für das neue Onboardsystem zur Steuerung und Überwachung der Fahrzeugkomponenten sowie zur Datenverteilung.

(Redaktion)


 


 

polnische Leopard 2
Modernisierung
Polska Grupa Zbrojeniowa
PGZ
ZM Bumar-Labedy S.A.

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Rheinmetall" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: