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Warnstreiks

67 000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst sollen Arbeit niederlegen

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat für Mittwoch (5. März) rund 67 000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst zu Warnstreiks aufgerufen. Neben dem öffentlichen Nahverkehr sind den Angaben zufolge unter anderem Kindertagesstätten, Krankenhäuser, die Müllabfuhr, Sparkassen, Altenpflegeeinrichtungen, Theater und Stadtverwaltungen betroffen. Die Gewerkschaft versteht die Arbeitsniederlegungen als «letzte und eindringliche Warnung an die Arbeitgeber, am Donnerstag ein seriöses Angebot vorzulegen».

ver.di fordert für die bundesweit rund 1,3 Millionen Beschäftigten der Branche Einkommenserhöhungen von acht Prozent, mindestens jedoch 200 Euro mehr pro Monat.

«Mein Grundgehalt liegt netto bei 1300 Euro, dabei muss ich allein 940 Euro für die Miete und 375 Euro für einen Autokredit bezahlen», rechnet die Düsseldorfer Busfahrerin Heike Klever im ddp-Gespräch vor. Um für sich und ihre drei Töchter das Überleben zu sichern, muss sie daher Überstunden machen. Allein im vergangenen Jahr kam sie nach eigenen Angaben auf rund 300 Stunden bezahlter Mehrarbeit und noch einmal über 20 Stunden, die sich auf einem Arbeitszeitkonto ansammelten.

Am Mittwoch wird der öffentliche Personennahverkehr in den nordrhein-westfälischen Städten nach Einschätzung von ver.di fast flächendeckend zum Erliegen kommen. Busse und Bahnen sollen bei Schichtbeginn in der Nacht in den Depots bleiben. ver.di rief die Bevölkerung auf, Fahrgemeinschaften zu bilden oder auf andere Verkehrsmittel umzusteigen.

In allen größeren Städten und Regionen des Landes finden am Mittwoch Demonstrationen und Kundgebungen statt. In Düsseldorf wird einen Tag vor den Verhandlungen der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske sprechen, in Köln die ver.di-Landesleiterin Gabriele Schmidt. Die fünfte Runde der Tarifverhandlungen findet am Donnerstag (6. März) in Potsdam statt.

(Redaktion)


 


 

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