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Abseits aller Vernunft – Die Sportglosse

Die im Dunklen sieht man doch: Beleuchtung für Sportler

Nur noch wenige Tage trennen uns vom Beginn der Sommerzeit. Das ist gut so – denn damit kommt gerade am frühen Abend mehr Licht ins sportliche Dunkel. Wer jemals während der Winterzeit und nach Feierabend unter freiem Himmel aktiv war, kann ein Lied von unsichtbaren Joggern, lichtlosen Radlern und den damit verbundenen Gefahren singen.

Neulich Abend auf dem Rheindeich zwischen Messe und Wittlaer: Der Radfahrer, der dort mit Tempo 30 über den stockfinsteren Asphaltweg donnert, erkennt erst in letzter Sekunde zwei Spaziergänger, die mehr als die Hälfte des Weges einnehmen. Durch die schwarzen Hosen, die schwarzen Jacken, die schwarzen Mützen und die schwarzen Halbschuhe ohne jegliche Reflektoren sind die beiden quasi unsichtbar. Selbst im Kegel der starken Radlampe lassen sie sich erst im letzten Moment ausmachen. Immerhin entgehen die beiden Wanderer einem Frontalzusammenstoß.

Lichttechnisch das genaue Gegenteil sind Mountainbiker, die des Abends im Düsseldorfer Stadtwald unterwegs sind. Zur Fahrradlampe am Lenker kommt mindestens ein Suchscheinwerfer am Helm, und der Rückstrahler am Sattel wird durch eine Leuchtbatterie roter Blinkknöpfe in Höhe des Rückens ergänzt. Das ist schön, das ist vorbildlich – und dann anstrengend, wenn man als entgegen kommender Läufer in den gleißenden Schein der Helmlampen gerät.

Bis zu 900 Lumen (so viel wie ein Auto-Abblendlicht) strahlen in die Pupillen. Gegen die Blendung helfen nur eine Sonnenbrille (hat man aber abends in der Regel nicht dabei), spontanes Umdrehen (stört den Laufrhythmus) oder ein beherzter Sprung ins nahe Unterholz. Gut, wenn man als Läufer ebenfalls eine lichtstarke Taschenlampe dabei hat und das dunkle Blend-Loch zumindest teilweise ausleuchten kann.

Ganz Erstaunliches in Sachen Beleuchtung tut sich seit einigen Jahren bei den Hundehaltern. Das Angebot blinkender LED-Halsbänder und illuminierter Hundeleinengriffe in allen erdenklichen Farben ist schier unbegrenzt, und so blinken und glitzern Hund und Herrchen beim Spaziergang durch den dunklen Wald um die Wette. Leider ist dabei meist nicht zu erkennen, ob der Hund (kleines Licht rechts) gerade frei herumläuft oder angeleint (kleines Licht links) ist – die Leine dazwischen leuchtet (noch) nicht. Der geneigte Radfahrer sollte hier immer drei Mal hinschauen, bevor er drauf los fährt und sich in der gespannten Leine verheddert.

Blinkende Halsbänder wären für die oben erwähnten unsichtbaren Rheindeichläufer sicherlich eine Zumutung. Ein klein wenig Bling-Bling in Hals- oder Hüfthöhe würde aber helfen, künftige Beinahe-Unfälle zu vermeiden. Im gut sortierten Fachhandel gibt es da allerlei Beleuchtungskram. Und bis zur nächsten Zeitumstellung Richtung Winter ist ja glücklicherweise noch ein bisschen hin.

(Wolfram Lotze)


 


 

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