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Abseits aller Vernunft – Die Sportglosse

Ein Hoch aufs Tief: Sport und Nässe

Die Sommerzeit neigt sich dem Ende entgegen, und die eindrucksvollen Hochdruckgebiete weichen atlantischen Tiefausläufern mit Dauerregen – eine gute Gelegenheit, sich mit dem Thema „Sport und Nässe“ auseinanderzusetzen.

Am einfachsten haben es die Schwimmer. Die sind per se dem Wasser ausgesetzt und empfinden es gar als Beleidigung ihrer Sportler-Ehre, wenn man sie am Gang ins mehr oder minder kühle Nass hindert. Ein besonderer Genuss – das Schwimmen bei Regen – endet mit dem Saisonwechsel vom Frei- ins Hallenbad.

Für ganz Empfindliche gibt es hier und dort noch so genannte Warmbadetage, an denen das Wasser fast bis auf Körpertemperatur erhitzt wird. Zumindest kommen an solchen Tagen auch wenig ambitionierte Schwimmer mal so richtig ins Schwitzen – was im Wasser höchstens leichte Schlierenbildung bewirkt.

Viel nässeempfindlicher sind Radfahrer, wobei es hier große Unterschiede beispielsweise zwischen Lenkern von Treckingrädern und von Rennrädern gibt.

Während sich Erstere entsprechend der Witterung kleiden und mit Regenhose, Regenjacke, Regenschuhen sowie mit Schutzblechen jeder Kaltfront trotzen, gilt die Regenpelle mit Kapuze bei Rennradlern als uncool und absolutes „No go“ (oder besser: „No-bike“). Wer sich außerdem mit Helmüberzug und Steck-Schutzblechen auf den Weg macht, ist bei den Sportsfreunden komplett unten durch.

Andererseits gibt es eine nicht zu unterschätzende Zahl von Rennradlern, die schon bei leichten Anzeichen von Feuchtigkeit gänzlich aufs Radfahren verzichten. Den Begriff „Schönwetterfahrer“ hören sie dagegen gar nicht gerne…

Völlig anders sind die Mountainbiker gestrickt. Viele Sportler vermitteln den Eindruck, erst dann aus dem Haus zu fahren, wenn es wie aus Kübeln schüttet. Und die Waldwege entsprechend schlammig sind. Nach einer halben Stunde Fahrt durchs Unterholz verschmelzen Mensch und Maschine zu einer schmutzkrustigen Einheit, die nur durch den beherzten Einsatz eines Wasserstrahls (schon wieder Nässe!) aufgelöst wird. Nicht umsonst heißt eine beliebte Mountainbike-Gattung „Dirt Bike“.

Der Wettbewerb ums beste Wetter

Eine ganz neue Sportart soll an dieser Stelle nicht unerwähnt werden. Sie hielt mit der Einführung der Smartphones Einzug. Es ist der Wettkampf „Wer hat die beste Wetter-App?“

Fahrradfahren ist nun mal ein Outdoor-Sport, und das größte Vergnügen bereitet es vor allem Gruppenfahrern, die Wettertrends, Prognosen, Durchschnittswerte und Trends der diversen Apps miteinander zu vergleichen, zu analysieren und auszuwerten. Bis dies alles erledigt ist, hat es draußen schon wieder angefangen zu regnen…

(Wolfram Lotze)


 


 

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