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Abseits aller Vernunft – Die Sportglosse

Fahrradversteigerungen: Der schnelle Weg zum Gebraucht-Bike

Die Tage werden länger, der „Sommerkörper 2015“ steht bei vielen ganz oben auf der To do-Liste – gute Gründe also, die Fahrradsaison einzuläuten.

Wer den Kauf eines nagelneuen Rades scheut oder sein gebrauchtes Gefährt nicht in einem Online-Auktionshaus erstehen will, sollte eine Fahrradversteigerung besuchen. Der Unterhaltungswert ist dabei meist noch höher als der Preis der versteigerten Drahtesel.

Düsseldorf, Erkrather Straße 1, Fundbüro: Schon kurz nach 8.30 Uhr ist der Versteigerungssaal gut gefüllt – sowohl mit Fahrrädern (um die 70 stehen an diesem Morgen zum Verkauf) als auch mit Interessenten. Sofort fällt auf, dass hier anscheinend viele Experten unterwegs sind. Das Angebot wird aufmerksam taxiert, einige machen sich Notizen, wieder andere rufen wohl ihren Auftraggeber an und beschreiben die Lage. Und die ist gut: Vom betagten Hollandrad mit Weidenkorb über das Rennrad-Schätzchen mit Stahlrahmen und Schlauchreifen bis zum fast nagelneuen Mountainbike ist heute alles am Start.

Das Problem: Der Kunde kann zwar schauen, darf das Objekt seiner Begierde aber weder anfassen, geschweige denn Probe fahren. Man kauft gewissermaßen das „Rad im Sack“.

Offerten von Renner bis Rost

Bei einigen Exemplaren fragt sich der unbedarfte Besucher, wie um alles in der Welt ein solch wertvolles Teil zum Fundstück wurde. Wer lässt schon seinen 2000-Euro-Renner – und ein solcher steht heute zur Auktion – unbewacht an der Ecke stehen? Bei anderen Modellen war den Besitzern anscheinend der Weg zu Schrotthändler zu weit. Die Rostbeulen auf zwei platten Rädern taugen höchstens noch zum Basteln.

Pünktlich um 9 Uhr geht es los, und der Auktionator erklärt kurz die Regeln. Die wichtigste lautet: Nur Bares ist Wahres. Gezahlt wird sofort und cash und mit einem Auktionsaufschlag von 15 Prozent, und wer jetzt noch zum Geldautomaten muss, verpasst bereits die ersten Highlights. 

Wohl dem, der selber schrauben kann...

Gute Gebrauchträder gehen zu Preisen zwischen 40 und 70 Euro weg, Marken-Fahrräder in Top-Zustand kosten leicht das Zwei- oder Dreifache. Richtige Schnäppchen machen vor allem jene, die das nötige Talent zum Schrauben mitbringen. Das eine oder andere reparaturbedürftige „Möhrchen“ gibt’s zum Teil zu Preisen unter zehn Euro.

Neben dem nötigen Kleingeld sollte der Auktionsbesucher unbedingt ein stabiles Bügelschloss mitbringen. Denn was nützt das schönste ersteigerte Schnäppchen, wenn es anschließend vor dem Fundbüro gestohlen wird – und das nur, weil man noch eben einen Blick auf die anderen Modelle werfen wollte? In diesem Fall hilft nur der Besuch der nächsten Versteigerung: Vielleicht taucht das gute Stück dann wieder als Fundsache auf…!

Die nächste Fahrradversteigerung in Düsseldorf findet am Dienstag, 21. April, um 9.00 Uhr in der Erkrather Straße 1-3 statt.

(Wolfram Lotze)


 


 

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