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Abseits aller Vernunft – Die Sportglosse

Manchmal ist digital eine Qual: Ein Lob auf den faltbaren Stadtplan!

Smartphone-Apps sind was Wunderbares: Der Computer führt mich im dicksten Stadtgewühl zurück zu meinem geparkten Auto, weist mich zum besten Bäcker in der Nähe, sagt mir, ob ich in der nächsten halben Stunde einen Schirm brauche und zeigt mir, wo ich mich gerade befinde. Doch manchmal wird digital zur Qual – dann, wenn es um längere Strecken zu Fuß geht.

Beispiel Wandern: Natürlich kann man die geplante Route schon zu Hause aufs Smartphone laden und sich später durch den Wald führen lassen. Doch erstens bricht der Empfang in Unterführungen und unter dichtem Nadelholz gerne mal ab – und schon wandert man, digital entblößt, in die Irre. Und zweitens ist die Darstellung auf dem Display meist so fummelig, dass der Wandersmann im wahrsten Sinne den Weg vor lauter Baumsymbolen nicht findet.

Ohne Orientierung, wenn das Haus weg ist

Abhilfe schafft hier der gute, alte analoge Wanderführer aus Papier. Der hält meistens eine einigermaßen lesbare und plausible Karte bereit, auf der die wichtigsten Wege deutlich markiert sind. Zudem präsentiert er tolle Tipps und Landmarken, die die Orientierung erleichtern. Dumm nur, wenn das im Text beschriebene „gelb gestrichene Eckhaus“, das den Abzweig zum fast unsichtbaren Nebenweg markiert, kurz nach Erscheinen des Wanderführers grün gestrichen oder gar abgerissen wurde – das war’s dann erstmal mit der Orientierung…

Wer die Vorteile analoger Wegführung genießen und zugleich neue Menschen kennenlernen möchte, kommt um die gute Stadtkarte nicht herum. Auch hier haben Smartphone-User das Problem, dass sie auf ihrem Winz-Display entweder die gesamte Stadt angezeigt bekommen – und zwar im Maßstab eines Weltglobus. Oder dass die Straßen so kleinteilig und ohne Anschlüsse gepixelt werden, dass eine Orientierung schlichtweg unmöglich ist.

Wer hier den Stadtplan ausbreitet, hat nicht nur den Überblick über die nähere und weitere Umgebung. Er wird auch binnen Minuten von ganz vielen wild- und ortsfremden Menschen angesprochen, die am GPS-Tracking verzweifelt sind und einfach nur den richtigen Weg suchen. Voila – hier ist er: bunt gemalt und ordentlich gedruckt auf einem großen, faltbaren Plan!

Nichts gegen digitale Helferlein und intelligente Apps. Aber manchmal geht einfach nichts über analoge Hilfsmittel, die obendrein keinen Strom verbrauchen.

(Wolfram Lotze)


 


 

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