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Abseits aller Vernunft – Die Sportglosse

Mehr Mut zur Mikrofaser: Mode für Sportler

Manche Menschen haben anscheinend keinen Spiegel zu Hause. Nur das entschuldigt völlig unpassende Kombinationen aus Sakko, Hemd und Krawatte beim mittelalten Mann ebenso wie wild gemusterte Leggings und Kurzjacken in schreienden Farben an nicht mehr ganz so jungen Damen. Geschenkt.

Sportler aber sollten doch von Haus das Bedürfnis haben, ihre körperlichen Höchstleistungen auch textilmäßig zu unterstützen. Tun sie oft aber nicht.

Die Zahl der Jogger, die in die beuligen Baumwollhosen und labberigen T-Shirts durch die Düsseldorfer Stadtwälder laufen, ist erfreulicherweise gering. Wobei dennoch jedes Mal die Frage aufkommt: Was bringt erwachsene, vernünftige Menschen dazu, den stetig fließenden Schweiß-Fluss ausgerechnet mit Baumwolle aufhalten zu wollen?

Zum einen bilden sich unschöne Fließ-Spuren, und zum anderen saugen sich die Klamotten dermaßen voll mit Körperflüssigkeit, dass sie nach einer halben Stunde Laufen erstens gefühlte zehn Kilo mehr wiegen und zweitens überall herumschlabbern – nur nicht am Athletenkörper. Und das, wo es heutzutage beim gut sortierten Discounter das ganze Jahr über sehr gute und auch preiswerte Mikrofaser-Produkte für den Sport gibt. Aber nein: Einmal Baumwolle, immer Baumwolle…

Was die Fahrrad-Mode betrifft, genügt ein Blick nach Italien. Egal, wie alt, egal, wie sportlich: Der Italiener als solcher achtet gerade beim Fahren auf Mountainbike und Rennrad auf perfekt abgestimmte Kleidung, die im Idealfall auch noch die Farben des Bikes aufgreift. Das ist Radmode in Vollendung und zumindest die Überlegung wert, ob man sich als teutonischer Durchschnittsradler nicht ebenfalls mehr Gedanken über die Kleidung auf zwei Rädern machen sollte.

Bisweilen fühlt sich der Pedaltreter wie auf einer Zeitreise. Denn man muss schon sehr lange bei ebay oder anderen Plattformen suchen, um solch hässliche 80-er-Radtrikots zu finden, wie sie gerade End-Fünfziger gerne spazieren fahren. Gut: Das zickzack-gemusterte Trikot ist trotz langer Lagerung noch funktionstüchtig, ebenso die orange-grüne mittellange Radhose im Karo-Design. Aber muss man wirklich alles anziehen, was zuhause im Schrank herumfliegt?

Da lobe ich mir die Benutzer von Roller-Blades. Die haben, weil sie meistens im Sommer fahren, wenig und zudem Zeitloses an. Und dann lenkt die Ausstattung aus Helm sowie Handgelenk-, Ellbogen- und Knieschutz auch noch wirksam noch etwaigen Modefehlern ab. Da fällt selbst biedere Baumwollbekleidung nicht auf…!

(Wolfram Lotze)


 


 

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