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Abseits aller Vernunft – Die Sportglosse

Menschen, Muskeln und Beschwerden: Sport im Alter

Was tun, wenn die Schwerkraft die große Aufschlag-Geste beim Tennis unmöglich macht? Oder beim Altherren-Fußball Muskeln und Sehnen weniger Spannung haben als der Querpass und die Flanke? Oder der Körper zu steif ist, um in die enge Rennrad-Pelle zu schlüpfen?

Dann, ja dann, ist es an der Zeit, sich Gedanken über den Sport und das Alter zu machen.

Es gibt sportliche Klassiker, die immer funktionieren – auch im Alter. Etwa der Angel- oder Schachsport. Allerdings bezeichnen viele Zeitgenossen diese Aktivitäten kaum als echten Sport. Dabei erfordern zum Beispiel Blitzschach-Partien oder der Kampf mit dem Karpfen schon einiges an körperlicher und geistiger Fitness. Oder umgekehrt.

Auch Tanzsport ist bis in höhere und höchste Alter möglich. Eins, zwei, drei, Wiegeschritt – das geht irgendwie immer. Doch leider hält sich der Unwillen Männer gegenüber dem Tanz ebenfalls bis ins höchste Alter. Und das, obwohl (oder weil?) sie dabei ihre Partnerin immer an der Hand haben.

Kegeln wäre für diese Zielgruppe eine gute Alternative, wenn man denn das Ganze bedächtig und ohne Leistungsdruck angehen lässt. Dabei hilft die Zufuhr belebender geistiger Getränke, die hier fast schon Bestandteil der sportlichen Aktivität ist.

Gleiches gilt auch für das Dart-Spiel. Pfeile wirft man meist in Kneipen, und in geselliger Runde trifft man zudem liebe Freunde – natürlich nur im übertragenen Sinne.

Bahnen-Schwimmen im Hallen- oder Freibad gilt ebenfalls als ideale Sportart im fortgeschrittenen Alter. Glücklicherweise weilt dabei der größte Teil des Körpers unter Wasser, was dem Selbstbewusstsein angesichts der jüngeren Schwimmer wohltut.

Die Wahl der Badekappe sollte allerdings bei weiblichen Wasserathleten gegen antiquierte Modell mit Plastikblümchen ausfallen. Sonst sieht’s auch über Wasser unschön aus.

Und falls alle Stricke reißen, bleibt als letzte aktive Möglichkeit die gemütliche Runde um den Block – im fortgeschrittenen Alter auch gerne mit dem Rollator. Den könnte man zur Not auch aufrüsten: zum Elektro-Rollator mit Mittelmotor, Standlicht und doppelter Scheibenbremse. Falls das Alter plötzlich doch noch sportliche Ambitionen bereit hält ...

(Wolfram Lotze)


 


 

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Wolfram Lotze

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