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Abseits aller Vernunft – Die Sportglosse

Nur bedingt modisch: Sehhilfen für Sportler

„Mein letzter Wille – ein Mann/eine Frau mit Brille“ hieß es früher im Blick auf Sehhilfen. Lag die Modellpalette damals ausschließlich zwischen entstellendem Glasbaustein und schmissigen Schmetterlingsflügel, bieten die modernen Modelle der Optiker-Innung durchaus ansehnliche Exemplare. Der Trend zum modischen Blick-Accessoire endet häufig aber dann, wenn es um Sport geht.

Schwimmbrillen sollen eigentlich nur das Wasser von den Augen fern halten, haben aber einen fatalen Drang zum Drücken. Schwimmer erkennt man außerhalb des Beckens auch Stunden nach ihrem Wassergang zuverlässig an den Abdrücken der Schwimmbrille – selbst dann, wenn die Sportler nur wenige Bahnen gezogen haben. Ausgefallene Modelle bieten mit riesigen Gläsern (aus Plastik) zwar bestmögliche Rundumsicht und pressen sich auch nicht so vehement in die Gesichtshaut.

Kommt einem im Becken ein solch bebrillter Schwimmer entgegen, hat man allerdings immer das Gefühl, ein schwimmendes Mini-Aquarium tummele sich da im Wasser. Viel Fläche, quadratischer Look – fehlt nur noch das Wasser innerhalb der Brille.

Ambitionierte Radfahrer treten ebenfalls nur mit Brille in die Pedale. Nicht etwa, weil es cool aussieht (das auch – jedenfalls mit dem richtigen Modell!). Sondern weil der Blickschutz umherfliegende Insekten ebenso zuverlässig abhält wie hochfliegende Steinchen.

Außerdem lassen sich die Gläser meist problemlos auswechseln – orangegelb für trübe Wintertage, klar für Zeiten ohne direkte Sonne und getönt für die echten Sonnenscheinetappen. Mit dem Siegeszug selbsttönender Gläser kam jedoch ein neues, vom Autofahren bekanntes Problem auf die Straße: Gerade auf Touren durch alpines Gelände sieht man bei der Einfahrt in die Tunnels erst einmal nichts – gar nichts. So schnell kann die Tönung nicht wechseln. Schön, wenn die Tunnels wenigstens beleuchtet sind – dann dauert der Blindflug wenigstens nur einige Sekunden.

Neu auf dem Markt sind so genannte Wanderbrillen. Die sollen all‘ jenen, die auf Schusters Rappen durch die Gegend streifen, den nötigen Durchblick verschaffen. Ob man aber je nach Modell zwischen 50 und 100 Euro berappen sollte, um mit Sichtschutz zu wandern, ist zumindest fraglich. Solche Accessoires gibt’s auch billiger – mit der Zweitsonnenbrille vom Grabbeltisch im Supermarkt.

Sonne hin, Brille her - dumm nur, wenn man beim Wandern oder Radfahren ausgerechnet die Lesebrille vergessen hat und keine einzige Karte entziffern kann. Das sieht dann wirklich uncool aus!

(Wolfram Lotze)


 


 

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