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Abseits aller Vernunft – Die Sportglosse

Traumstrecken vor der Haustür: Fahrradfahren ohne Karte und Navi

Fahrradfahren ohne Karte und ohne Navi, dazu auf schönen Nebenstrecken und das Ganze entspannt am Wochenende: Radtourenfahrten (kurz: RTF) bieten eine gute Gelegenheit, bekannte und unbekannte Radreviere in Düsseldorf und Umgebung kennenzulernen. Doch auch hier gibt es einige ungeschriebenen Regeln, auf die gerade Rad-Anfänger achten sollten…!

Veranstalter der meisten RTF’s sind Fahrradvereine. So ist die jährliche Tourenfahrt nicht nur der jeweilige organisatorische Höhepunkt, sondern dient auch der Finanzierung der Vereinsarbeit. Das Startgeld für Trimmfahrer – so heißen die nicht organisierten Freizeitradler – liegt zwischen vier und fünf Euro, die in die Vereinskasse wandern. Für das vergleichsweise kleine Geld bekommt der Teilnehmer einiges geboten: Meistens stehen für den betreffenden Tag (Samstag, Sonntag oder Feiertag) drei bis vier unterschiedliche Streckenlängen zwischen 50 und 150 Kilometer Länge zur Verfügung, alle Touren sind komplett beschildert, und zwischendurch gibt’s an den so genannten Kontrollpunkten Verpflegung. 

Da die Touren in der Regel Rundkurse sind, kehrt man ohne Orientierungsprobleme immer automatisch zum Ausgangspunkt zurück. Weil jeder Radler für die Dauer der RTF zudem eine Startnummer erhält, kommt auch noch so etwas wie Renn-Feeling auf – auch wenn der eigene Stundenschnitt nur bei 20 Kilometern liegen sollte…

Kaum jemand kennt die betreffende Gegend besser als der ortsansässige Vereinsradler. Das hat den großen Vorteil, dass die Tourenfahrten häufig über wenig befahrene Nebenwege führen – selbst Ortskundige staunen, wie viele unbekannte Traumtrassen es noch vor der eigenen Haustür gibt.
Grundsätzlich sind Radtourenfahrten offen für alle Fahrradfahrer.

Hier einige Tipps für RTF-Neulinge: 

  • Wer zum ersten Mal an einer RTF teilnimmt und sein gewohntes Stadtrad mit Brezellenker zur Anmeldung schiebt, sollte tapfer sein. 98 Prozent aller Teilnehmer fahren Rennrad und blicken mitunter etwas irritiert auf „normale“ Zweiräder. Egal – losfahren und genießen!
  • Wer schneller fährt, bekommt besseres Essen: An den Verpflegungsstellen gibt es meist einen frisch angerührten Power-Drink (klebrig und sehr süß), Eierwaffeln immer derselben Marke eines großen Lebensmittel-Discounters, manchmal Brote mit Griebenschmalz (allein dafür lohnt der Start…) sowie fast immer Bananen. Letztere sind die ersten, die angesichts der vielen Teilnehmer irgendwann „aus“ sind. Spätestens nach dem dritten Kontrollpunkt und der siebten Eierwaffel sehnt sich der Hobbyradler nach frischen Vitaminen – oder führt gleich selbst einen Bananenvorrat mit. 
  • Nicht von knackig braunen Waden, teuren Rädern und coolen Klamotten der Mitfahrer irritieren lassen: Gerade jetzt im Frühjahr betreiben Rennradfahrer gerne eine kleine Leistungsschau des aktuellen Materials und der just absolvierten Trainingseinheiten auf südländischen Inseln. Bis zum Sommer, wenn auch die Daheimgebliebenen trainiert und durchgebräunt sind, erledigt sich das von selbst…!
  • Letzte und wichtigste Regel: die Landschaft genießen, locker und fröhlich in die Pedale treten und einfach nur Spaß haben. Und immer nur den RTF-Pfeilen folgen – entspannter geht’s kaum.

Die beste Übersicht über Radtourenfahrten bietet der Bund deutscher Radfahrer auf seiner Website

(Wolfram Lotze)


 


 

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