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Abseits aller Vernunft – Die Sportglosse

Trends auf zwei Rädern: Irokesenschnitt für anspruchsvolle Radfahrer

Die „Eurobike“, größte Fahrrad-Messe der Welt, hat gerade ihre Tore geschlossen. Vier Tage lang gab’s am Bodensee die Neuheiten und Highlights der kommenden Radsaison, kurz: all‘ das, was uns in den kommenden Monaten rund ums Rad mehr oder minder beglücken wird. Die Trends: Die Räder fahren zunehmend elektrisch. Und der Radfahrer wird, was Material und Zubehör betrifft, immer anspruchsvoller.

Ob Rennrad, Mountainbike, Stadtrad oder Treckingbike – wer heute bequem und weit fahren will, setzt auf den Elektroantrieb. Vorbei die Zeiten, als viele E-Bikes wie rollende Sanitärmöbdel ausschauten. Die Motoren sitzen meist gut getarnt an der Tretkurbel, die Akkus haben vielfach die Ziegelsteingröße verlassen und sind bisweilen sogar in den Rahmen integriert.

Sogar elektrische Einräder ohne Sitzmöglichkeit (!) sind inzwischen erhältlich – allerdings nur für Menschen mit ausgeprägtem Gleichgewichtssinn.

Leider hinkt die Zahl der öffentlichen Akku-Tankstellen noch weit hinter dem tatsächlichen Bedarf her – wer unterwegs nicht liegenbleiben oder übermäßig treten will, startet und beendet die Ausfahrt am besten an der heimischen Steckdose.

Obwohl – oder vielleicht: weil - es in Deutschland noch immer keine Helmpflicht fürs Rad gibt, locken die Hersteller mit immer neuen Farben, Formen und Mustern. Ob aufgemalte Wassermelone, angeklebte Irokesenfrisur oder Kopfschutz mit integrierter Lichtleiste – zumindest fallen die Radler damit im Straßenverkehr auf. Noch schöner, wenn die Lüftungslöcher so angeordnet sind, dass die Ausfahrt nicht schon nach wenigen Kilometern mit einem Hitzschlag am Kopf endet. Auch hier gilt der Grundsatz: Form follows function…

Auch der Bereich Lastenräder wird ständig erweitert. Neben Lieferfahrzeugen für Handwerker und Modellen, mit denen man die lieben Kleinen sitzend und quängelfrei zur Kita bugsieren kann, haben findige Lastraderbauer auch die wichtige Zielgruppe der freizeitorientierten Männer ins Visier genommen. So gibt es spezielle Räder, mit denen Mann problemlos bis zu sechs Bierkästen, einen Campingtisch und eine Kühlbox transportieren kann. Ob man nach erfolgreicher Leerung das Rad eventuell auch nach Hause schieben kann, verrät der Hersteller nicht.

Neben dem Sattel, den man sich mit aufklebbaren Extra-Pads Popo-gerecht zurechtbasteln kann, gehören auch die Radtrinkflasche mit integrierten Halteschrauben (außen an der Flasche, nicht innen) und die Fahrradhupe mit individuell programmierbarem Dreiklanghorn zu jenen Accessoires, die das Radfahren in der nächsten Zeit noch attraktiver machen. Zumindest dann, wenn man auch an kürzer werdenden Tagen mobil auf zwei Rädern bleibt.

(Wolfram Lotze)


 


 

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